Freitag, 30. November 2012

Mal ganz im Gegenteil...

Jetzt haben wir den Salat! Ferien sind hier nicht, und Sommer auch schon lange nicht mehr. In der Tat waren Elliot und ich grade draussen und ich habe den ersten wirklichen Schnee geschaufelt! Boy, oh boy. geht wieder los, und ich will sagen: 'Das hoert nicht mehr auf!'
Elliot hat einen Schneeanzug bekommen, und ich hab ihn - dick eingepackt` - einfach auf den Boden gesetzt. Fand er gut. Ausserdem haben wir Johanna mit Schnee beworfen, als sie das Auto freigeschaufelt hat - um zur Arbeit zu fahren. Soviel also von unserer Seite zum Thema 'Ferien'.

Nun, zugegebenermassen hatten wir hier ja letzte Woche Thanksgiving und das ist ein Feiertag. Jeff und Val waren aus Toronto zu Besuch und es hat seeehr gut getan, die beiden mal wieder zu sehen. Das letzte Mal war ja auf deren Hochzeit im September, und da hatten sie viel anderweitig zu tun. Diesmal ging es also hoechstens um gemuetlich rumsitzen, Tee und Kaffee trinken, Bier und Whiskey nippen, und viel gutes Essen machen. Jeff und ich sind dann auch noch mal Mountain biken gewesen, was ihm anfangs nicht so gemundet, doch dann hat er daran schon noch Gefallen gefunden. Hab ich ja gleich gewusst. Wir wollten dann mit den Touristen auch noch etwas wandern gehen, und sind Richtung Lincoln Gap gefahren, um diese zu erklimmen, doch war es natuerlich schon Spaet November, was hier bedeutet, dass viele dieser Bergpaesse bereits fuer den Durchgangsverkehr wegen Schnee geschlossen sind. Es lag zwar hier im Montpelier noch kein Schnee, aber die Skigebiete sind bereits geoeffnet, was heisst, dass dort oben ja schon Schnee liegen muss. Haetten wir uns auch vorher denken koennen. Statt dessen waren wir dann zum heisen Applecider trinken im Warren Countrystore, und das ist so ein gemuetliches kleines Haus, mit Essen, Trinken und Shananigans (Schnickschnack), dass man da am liebsten gleich einziehen will... Ausserdem waren wir an den Warren Falls, aber diesmal nicht zum Schwimmen. Ach, und dann war ja noch "Flannel Friday" hier in Montpelier. Das ist die lokale Version des grauenhaften Brauchs des 'Black Friday', wo Leute sich nachts schon vor dem Best Buy schlafen legen, um um Mitternacht dann unglaublich guenstig so wichtige Produkte wie Flatscreen TVs etc. zu kaufen. Hier bekommt jede/r, der/die ein Holzfaellerhemd anhat 20% Discount in den lokalen Geschaeften. Schon irgendwie lustig, denn die ganze Stadt laeuft dann so rum:
Who's the REAL Vermonter?

Thanksgiving Dinner, der Anfang
Gestern habe ich mir - nachdem ich vorige Woche mein Rennrad verkauft habe - ein Winterrad zusammengeschustert, zum durch Schnee, Eis, Salz und Matsch fahren. Mal sehen. Aber in den hiesigen Verhaeltnissen ist das schon noetig, wenn man fuer naechste Crosssaison noch etwas von seinem Rad uebrig haben will.
Gut, heute muss ich zugeben, haette ich schon nicht schlecht Lust, mal ein paar Skier auszuprobieren, bevor ich zur Arbeit muss um 12. Nur habe ich noch keine. Ich werde mich im Laden heute mal umsehen, und mal schauen, ob ich uns ein paar alte Verleihskier besorgen kann, zum im Park rumschliddern und ausprobiern. Aber es ist grad so schoen sonnig, und nur -17C draussen, dass ich es mich schon reizt. und mit der Sonne gar nicht so unangenehm...

CRAZY EYES!



 Ach ja, und dann hab ich ja ganz vergessen zu erwaehnen, dass Elliot's erstes Wort offiziell "PaPa" heisst! Zweites dann "Buch". (Ich mag nich zugeben, dass es eher zufaellig so kam, doch er wiederholt es gerne, wenn ich es sage).
In diesem Sinne, mal AB IN DEN DEZEMBER!




Sonntag, 18. November 2012

Ferien in Obs



Die waren lang erwartet. Und sind heute zu Ende gegangen.
Und weil morgen der Besuch von Kristin ansteht, schreib ich schnell ein bisschen, damit ich nicht zu sehr in Verzug gerate.
Wir waren also die letzten 2 Wochen Observatorianer. Ulli und Mann waren in Hongkong und Bali und wir ihre Haus- und Hundesitter.
Logis und Fauna waren uns ja mittlerweile schon sehr bekannt, dennoch freuten wir uns besonders auf die Sommerferienhaus-Atmosphäre. Und wurden auch nicht enttäuscht.


Größtenteils sonnig und teilweise sehr heiß war es, da freuten wir uns über jedwede Abkühlungsmöglichkeit.
Ein erfrischender Wind wehte, meist abends, was hier wohl typischerweise zum Frühling gehört. Und tatsächlich kann ich mich daran noch vom letzten Jahr erinnern.
Der zur Verfügung stehende Braai wurde so oft wie möglich genutzt. Einmal hatten wir meine Kollegin und temporäre Nachbarin Ritzmann mit Hund und Freund zu Besuch, einmal Tims Kollegen Shannon (mit James, der mit Tim Cricket spielt) und Lasse.

Klare Rollenverteilung: James grillt, Tim trinkt (Shannon und ich waren übrigens in der Küche und haben Beilagen vorbereitet, auch der südafrikanischen Braai-Rollenverteilung entsprechend)

Mit letzteren verabredeten wir uns auch zum Fun-Cricket spielen, was auf den nahegelegenen Cricketfeldern vonstatten ging (Cricketfelder gibt’s hier wie sonstwo Fußballplätze, jeder Stadtteil hat quasi seinen Cricketclub mit dazugehörigen Ländereien). Ein bisschen bekloppt siehts schon aus, alles etwas sich-selbst-weg-stehend und die Regeln sind für Normalsterbliche nur im Ansatz nachvollziehbar, aber hat man den Dreh erstmal raus, macht es ziemlichen Spaß. Allerdings kann keiner den tänzelnden Anlauf und das anschließende Werfen (bowlen) so bilderbuchmäßig vorführen wie Tim.

"wenn he blots nich mit de Been in´n Tüddel kümmt" 

Ich genoss auch wieder sehr die alltäglichen Wonnen mit den Hunden, umgekehrt möglicherweise auch.


Gestern war dann Geburtstagsfeier von Luca, dem älteren Sohn von Bäckersfreund Mätthie. Gefeiert wurde eine Gumboot Party auf einer Farm ca. 30km von Kapstadt CBD.

Thematisch passender Geburtstagskuchen, natürlich

Treckerfahren, Schweine füttern, Hühnereier sammeln und Pferde streicheln, das war für so manches Kind schon was Neues, fürchte ich.

Na, wer hier wohl das Geburtstagskind ist...
 Aber alle hatten Spaß, allen voran König Luca, und für uns gab es einen Liter Rohmilch als Souvenir direkt vom Bauern.



Dank Ulli haben wir jetzt auch erstmal wieder einen ansehnlichen Vorrat an Tatort-Folgen, weswegen wir jetzt auch wieder die Möglichkeit haben, die Wochenenden gediegen mit bekannter Spannungskurve ausklingen zu lassen.
In diesem Sinne!

Donnerstag, 15. November 2012

Vom Essen und Trinken

So nun schreib ich nochmal (!) was neues, nur weil ich kein Lust mehr hab, auf dieses "has been canceled" -Bild. Gibt eigentlich nicht viel Neues, der Winter kuendigt sich an, heute nacht waren es wieder Minusgrade, bzw. sind es heute morgen immer noch, und auch tagsueber soll es diese Woche nicht sonderlich in die Plusgrade gehen. Aber man gewoehnt sich irgendwie schnell dran. Auch wenn's dann gegen Ende des Winters lang und oede wird.... Aber Schnee liegt noch nicht.
Wir heizen uns die Wohnung warm, trinken heisse Schokolade, und versuchen im Moment dazu umzusiedeln, mit Elliot zusammen Abendbrot zu essen, dh. um halb sieben, statt um 21h. Nicht leicht, denn das heisst auch, dass wir frueher kochen muessen, und das klappt noch nicht immer, wenn wir erst um 5 rum von der Arbeit kommen. Aber andererseits ist ja einer von uns meist zuhause, tagsueber, es ist also alles nur eine Frage der Koordination. Und es ist wirklich schoen, alle zusammen am Tisch zu sitzen und zusammen zu essen.
Ausserdem haben wir heute mal versucht, Elliot aus einer Tasse (mit Schnueffel) (?) trinken zu lassen, aber er fand es interessanter, am Henkel zu kauen, statt wirklich draus zu trinken. Das wird wohl noch einige Zeit dauern, bis er sich daran gewoehnt. Was allerdings wirklich gut klappt mittlerweile ist, dass man ihn einfach mit sich an den (Mittags)tisch setzen kann, und ihm mehr oder weniger das zu essen gibt, was man selber grade isst. Er hat zwar immer noch keine Zaehne, aber kauen, matschen, und essen klappt trotzdem ziemlich gut. Und es schmeckt ihm fast alles.
Hier haut Goethes Faust ihn um. (Mich auch)

Halloween Kostuem 'Gespenst' kam nicht so gut an.
Armer Kerl konnte ja auch nix sehen...

Siehste -- immer noch keine Zaehne
Heute morgen war ich mit einem Freund noerdlich von Montpelier draussem an einem Stausee, zum Cyclocross training. Bitterkalt, und um 7Uhr los machten es mehr eine Frage der Ueberwindung, aber bei strahlendem Sonnenschein, bzw. aufgehender Sonne und blauem klaren Himmel war es wirklich schoen. Da die meisten Rennen mittlerweile vorbei sind, es aber noch nicht schneit und somit zu frueh ist, Skier auszuprobieren, und dazu noch kurz nach Mittag dunkel wird (naja, aber 16h ganz sicher nach der Zeitumstellung), ist dies eine gute Moeglichkeit noch etwas Radzufahren. Ausserdem ist die Gegend dort so huebsch. Ich versuche grade, dieses 'Training' fuer die naechsten Wochen jeden Donnerstag Morgen stattfinden zu lassen, und hoffe, dass ausser uns zweien heute, in den naechsten Wochen noch ein paar andere Verrueckte mitkommen.
Hier noch schnell was lustiges zum Schluss: Auch wenn's mit dem Schlafen durch die Nacht fuer Elliot im Moment sehr gut klappt, hier ist eines unserer Lieblingsbuecher.
In diesem Video liest Samuel L. Jackson - wer haette es auch besser gekonnt?!
(In Wirklichkeit lese ich immer noch zu gerne Janosch - Reineke Fuchs ist wohl das beste Buch - dieses Hoerspiel ist nicht die Version von Janosch, doch sind alle KlassikerhoerspielsprecherInnen dabei!)

Dienstag, 6. November 2012

...has been canceled!



So, dann stand's fest, am Freitag Nachmittag, dass der fuer Sonntag geplante NYC Marathon nicht stattfindet. Johanna hatte sich schon am Donnerstag Abend dagegen entschieden, am Samstag Morgen nach New York runter zu fahren, da die Bruecken, der Verkehr, und insgesamt die ganze Insel Manhattan noch voellig ueberlastet waren und sind... Es waere ein wirklicher Albtraum gewesen, und dazu kommt, dass Staten Island, wo der Start stattfinden sollte voellig verwuestet ist, und jedewede anderweitige Hilfe gebrauchen kann. Die Entscheidung fiel spaet, vor allem fuer all die Menschen, die bereits auf dem Weg oder gar schon in NY waren... aus aller Welt....
Wir haben uns stattdessen dazu entschlossen, unsere Freundin Eva in Boston zu Besuchen, und auf dem Rueckweg ist Johanna dann am Sonntag den Manchester, New Hampshire City Marathon gelaufen. Viel kleiner, aber genauso lang. Das war dann auch ein schoener sonniger Tag, wenn auch bitterkalt, und windig, und die Strecke wesentlich bergiger, als es noch im Training der Fall war, aber sie meisterte die 26.2 Meilen (42,195km) in 4:19min! Persoenlicher Vize-Rekord! Glueckwunsch von Elliot und mir, die wir da aber durch stetiges Anfeuern fuer den Erfolg nicht wenig mitverantwortlich sind...


Fruehstueck in Manchester, NH

Marathon in Manchester, NH

Stark

Man sieht, dass sie die Berge spuert...

 Gut, dann hat es gestern hier noch gewaltig geschneit, und damit hat sich der wirkliche Winter auch schon fuehl-und bemerkbar gemacht! Die so genannten Nor'Easter Stuerme zu dieser Jahreszeit kehren zurueck, und das war wohl ein erster von einigen. Vom Schnee blieb zwar noch nix liegen, aber es soll diese Woche nochmal etwas schneien und die Temperaturen steigen wohl auch nicht mehr in die doppelten Plusgrade....
Am Samstag werde ich noch ein letztes Crossrennen fuer die Saison fahren, und dann ist auch schon Thanksgiving. Hier wollen Jeff und Val aus Toronto zu Besuch kommen. Das haben wir vor zwei jahren schon mal gemacht, und es war so schoen! Herbstlich/winterlich, mit richtigem und fake Turkey, Whiskey, Kaffee, Pumpkin und Apple Pie, Kartoffelmus, etc etc....
Mit Freund 'pigball'

Cambridge Massachusetts

Nov. 5th

Gartenzwerg?
Gut, soweit erstmal, hier ein kleines Video von Elliot ersten Erfahrungen mit einer Kiwi. Wenn's etwas sauer ist, schuettelt er sich immer so lustig, aber das hab ich leider nicht einfangen koennen.


Bis bald.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Der Spuk ist vorbei. Jetzt heisst es: "Trick or Treat! "

Happy Halloween!
Morgen ist Halloween, und wir sind bestens vorbereitet - bis auf die Kostueme. Nun ja, morgen ist ja auch noch ein Tag.
Zuallererst wohl mal kurz zum unvermeidlichen Topos Wetter: Ja, Hurricane Sandy war auch hier zu spueren, wenn auch nur (gluecklicherweise) mit einem Stromausfall und kurzzeitigen starkem Regen und Sturm. Sonst nix. Aber es sah schon scheuslich aus auf dem Radar. Tagelang. Und wenn man nicht weisss, was wirklich kommt, schon gruselich.... Und die Ueberschwemmungen von Irene letztes Jahr in Vermont waren ja quasi voellig ueberraschend, da damals auch das Schlimmste an der Kueste erwartet wurde.
So sah's aus, vor noch vier Tagen...

Heute war dann schon wieder alles vorbei und ich war mit Elliot bei fast 20C und fast-sonnenschein laufen! Windig wars schon noch, aber halb so wild. Nichts im Vergleich zu unserer alten Wahlheimat, New York City. Wo heute erst wirklcih die ganzen Ausmasse zu sehen waren! Fast 4m Wasserstand ueber Normal, d.h. das Wasser in Manhattan erreichte unseren alten Wohnungblock an der 1st Avenue! Das gesammte East Village stand brusthoch unter Wasser, und die gesammte Kuestengegend ist ueberschwemmt. In Queens brannten ueber 50 Haeuser ab, und in Rockaway beach brannte es ebenfalls. Die Subway sieht nicht so aus, als wuerde sie in den naechsten Tagen oder gar Wochen wieder fahren. Wahnsinn, wir fahren dann am Freitag mal hin und sehen uns das alles selber an. Ach ja, der Marathon soll weiterhin am Sonntag stattfinden. Mal sehen...
Police cars under water at Avenue C
(fuer mehr Bilder aufs Bild klicken)
Gut, zu mehr erfreulichen Ereignissen. Vor dem Sturm haben wir zusammen mit Jill und Anthony und deren dreiwochen-alten Tocher Amilia (!) den Spruce Mountain bestiegen. Nun, das klingt eindrucksvoller als es ist, denn der Berg ist so hoch nicht. Aber der Ausblick ist wahnsinn. Ich bestieg mit Elliot zusammen den Feuerwachturm auf der Spitze und von dort aus hat man wirklich einen tollen 360Grad Ausblick in die Umgebung. (Wir waren dort schon mal im Sommer) Es war schon eindrucksvoll, zu wissen, dass nicht sonderlich weit Richtung Suedosten dieser gewaltige Sturm tobte und quasi auf dem Wege zu uns sein koennte.
Nun, zum Kuerbis! Elliot, Johanna und ich haben dieses Prachtexemplar schon vor einiger Zeit auf einer nahegelegenen Farm erstanden. Heute war es dann so weit, und nachdem Elliot ihn eingiebig untersucht hatte, haben wir ein Bild und ne Fratze reingeschnitzt. Hier die geforderten Beweisbilder. Im Moment steht er draussen vor dem Haus und glueht vor sich hin. Sieht toll aus.




Als dann. Macht es gut, und bis bald. Wir lassen uns hoeren, sobald der Halloween-Spuk hier vorbei ist. Bis dahin, einen gruseligen Herbst !

Samstag, 27. Oktober 2012

Long time no see!

Jajajajaja, ewig her wieder mal. Aber ich musste schließlich Jubiläum feiern. Nun bin auch ich schon ein Jahr hier. Mannmannmannmannmann.
Anyways, Besuch war da. Mutter Tigges und Konsorten. Endlich!
Tim hatte ein minutiös geplantes Reiseprogramm ausgetüftelt. Zwei Wochen, volles Programm.
Mit zwei Mercedes-Schlitten holten wir das muntere Grüppchen (neben Gabi reisten noch ihre Schwester Moni, deren Sohn Gordon, eine Freundin von Moni – Barbara – und eine Freundin von Moni und Gabi – Beate) früh morgens vom Flughafen ab. Alle sahen nach dem langen Flug und der bekannten Beinunfreiheit im Flieger natürlich dementsprechend frisch (wie der junge Morgen) aus und so steuerten wir geradewegs mit Überblicksstopp auf dem Signal Hill das Guesthouse an, welches für die nächste Woche belagert wurde und etwa einen Kilometer von uns Richtung Seapoint liegt. Gabi hatte es von Deutschland aus gebucht, es gehört einem ehemals Deutschen und seiner Frau, die das Ganze sehr angenehm und wohnlich aufgezogen haben.
Während sich die Bande häuslich einrichtete, holten wir im Liquor Store um die Ecke schnell Mittel gegen die trockenen Kehlen (Sekt und Wein, und ja auch eine Flasche Wasser). Ich verabschiedete mich bald aber zur Arbeit, wie in der kommenden Woche eigentlich immer nach dem gemeinsamen Frühstück im Guesthouse.
Abends nach meiner Schicht traf ich die Mag. Tigges Reisegruppe dann meist zum Abendessen in einem der vielen zuvor sorgfältig ausgesuchten Restaurants der Stadt. Von Burger über Bombay Bicycle bis hin zur traditionell afrikanischen Küche, da wurde nichts ausgelassen. Und überwiegend war man sehr begeistert.
Die Tagesausflüge deckten das touristische Must-Have ziemlich gut ab. Glücklicherweise ist Gordon ein ganz begeisterter Autofahrer und Alkoholverschmäher, weswegen sich seine Rolle als Chauffeur über die Woche verfestigte.
Am Wochenende war Überraschungsausflug in die Winelands vorgesehen, womit natürlich bei versammelter Mannschaft ins Schwarze getroffen wurde. Samstag nördlich von Paarl nach Fairview – zum Wein- und Käsetasting (Fairview ist bekannt für seine Ziegen- und Weichkäse) – und weiter aufs pittoresque benachbarte Spice Route – zum Wein- und Schokoladentasting (Knaller!!! Noch nie hatte ich so gute Schokolade).


Abends war eine Fundraisingveranstaltung für African Tails in einem Theater, mit Hits der 80er. Das Tolle an dem Theater ist, dass man während der Show picknickt bzw. Selbstmitgebrachtes verspeist. Getränke kauft man vor Ort, so verdient das Theater auch etwas.
Bei der African Tails-Tombola hat Tim sogar gewonnen, ein Jazzbrunch für 2 in einem noblen Restaurant nicht weit von uns an der Promenade. Wenn ich Glück habe, nimmt er mich sogar mit.
Wir ließen es uns also gutgehen mit Leckereien von den diversen Weingütern, Spitzenmusik und einem guten Gewissen, was für Penny, Jack und Co. getan zu haben. Nebenbei erfuhren wir noch, dass unsere Penny sogar Calender Girl geworden ist und es in den African Tails Kalender 2013 geschafft hat mit ihrer Geschichte.
Sonntag gings nach Stellenbosch und Franschoek, wieder Weingüter und Weinberge und Weinproben. Und gutes Essen und gute Laune.
Montag machte sich die Gruppe im Minibus (mit Gordon als Fahrer) auf in die Umgebung. Hermanus (Wale, check), Karoo (Farm von Bill und Susan, wo wir mit Birgit auch waren, ohne Strom und mit Schubkarrenofen, check), Safari (Tim diesmal mit Geparden streicheln, check), meine Geldkarte in einem Automaten irgendwo in der Wüste vergessen (und ich darf mir jetzt schon wieder einen neuen PIN ins Gehirn prügeln, check), Stippvisite bei Tims Lieblingsschnapsbrenner (leckersten Wodka aller Zeiten gabs da, check) und West Coast National Park (mit Endphase der wohl farbenprächtigsten Blumenblüte des Landes, check). Hier stieß ich dann am Donnerstag zur Gruppe (eineinhalbstündige Fahrt mit dem Zug ganz allein für umgerechnet 1 Euro achtzig, check). Wir übernachteten im Nationalpark und genossen am nächsten Morgen bei schönstem Sonnenschein ein hübsches Frühstück mit hübschem Ausblick.

Abends genossen wir noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang an der Küste


Im Anschluss und quasi bei Ausreise aus dem Park bot sich noch ein toller Ausblick über die Lagune, die den Nationalpark so besonders macht.



Mag. Tigges Reisen on tour: Barbara, Mag. Tigges, Gabi, Moni, Gordon, Beate (v.l.)

Nächste Station war – mal wieder – ein Weingut. Tim und ich kannten es schon vom Olivenfestival im April. Hier verweilten wir also nach getaner Arbeit – Weinprobe mit Olivenverkostung – bei einer guten Flasche Wein (ok, es waren 5). Kellermeister Willie hat sich aber auch wirklich rührend gekümmert.

Recht angetütert kamen wir am späten Nachmittag in Tulbagh an, wo die letzte Übernachtung gebucht war. Im schönen und unerwartet noblen Tulbagh Hotel war ein Teil unserer Gruppe untergebracht. Der andere Teil bewohnte ein nahegelegenes Cottage im Cape Dutch-Stil, welches auch zum Hotel gehörte, mit unglaublich vielen Zimmern, Pool und Braaistelle, riesiger Küche und gemütlicher Lage.

Heißt nicht umsonst The Toll House...

Grad bei Ankunft wurden wir Zeugen eines balzenden Pfaus, was ziemlich beeindruckend war. Pfauen gabs da allerdings recht viele, weshalb es einen Tulbagher wahrscheinlich auch nicht mehr kratzt, wenn so ein Pfau sein Rad aufstellt.


Samstag fuhren wir nach ausgedehntem Frühstück zu einem – na?…richtig – Weingut auf dem Weg zurück nach Kapstadt. Ein leichtes Mittag und letzte Stärkung für den anstehenden Heimflug und somit dem Ende der hoffentlich für alle Beteiligten schönen Reise.
Herzzerreißende Abschiedsszenen am Flughafen werden jetzt einfach nicht näher ausgeführt.

Mit der Abreise hatte uns und vor allem Tim dann der Arbeitsalltag wieder. Es läuft aber nach wie vor gut und unspektakulär voran.
Hier ist es Frühling, wenn nicht gar schon Sommer. Meine Gemüse“felder“ sollen bald neu bestellt werden. Farbenfroheste Ernte bisher: der Borretsch.

Danke an dieser Stelle noch an Hella, die diesem Kind überhaupt erst einen Namen gab

Mohrrüben und Tomaten sind aber auch schon im Anmarsch.

Ex-Kollegin Schmeding aus Hamburg ist Ende November auch im Anmarsch, es wird also nicht langweilig.
Ab nächsten Freitag sind wir für 2 Wochen bei Ulli in Obs heimisch, da freu ich mich schon drauf, auf Haus und Hunde. Tim freut sich mindestens genauso auf die Möglichkeit, jeden Tag ein Braai machen zu können. Und Kollegin Ritzmann freut sich auf gute Nachbarschaft, und umgekehrt.

Dann mal eine gute Zeitumstellung nach Europa.
Für mich heißt das ja morgens eine Stunde länger schlafen, weil wir dann statt um halb acht erst um halb neun anfangen zu arbeiten. Herrlich.