Mittwoch, 25. Juni 2014

...and the living is easy.

Jetzt ist Sommer. Naja, ab morgen abend eigentlich. Dann ist naemlich schon der laengste Tag des Jahres. Puh, da mag ich gar nicht dran denken. Wenigstens ist es hier im Moment noch so bis 21h hell draussen, das ist schon ungewoehnlich.
Sonst geht es gut, von ein paar Schrammen am Arm vom Mountainbiken mal abgesehn, aber das heilt wohl auch wieder, hoffentlich. Sommerlich ist es schon, das kann man sagen. WEnn auch nicht unertraeglich heiss, so doch schoen immer 'kurze-Hose-Wetter'. Kennt man ja.
Elliot spielt vor dem Haus, wir essen auf der Veranda, und er hat ja auch einen Sandkasten seit Neusten. Da ist zwar noch nicht so ganz viel Sand drin, aber wir waren ja acuh noch nicht in DK am Strand und haben Plastiktueten voll Strandsand im Kofferraum ueber die Grenze geschmuggelt...Ich muss wohl mal mit dem Fahrradanhaenger zum Fluss runter und vollladen.
Vorige Woche hatten wir Lars P. und Freundin Laura zu Besuch. Die sind nach Boston geflogen, haben dort ein-zwei Naechte Couchgesurft und sind dann mit dem Bus nach Burlington gefahren. Da haben wir die dann abgeholt und noch etwas Zeit in Burlington verbracht, dann nach Montpelier und hier drei Tage mit denen tolle Sachen unternommen. Wir waren am Sonntag auf dem Mount Elmore zum Wandern. Da gibt's auch noch ganz tolle Fotos. Anschliessend waren wir im Lake Elmore, direct unten drunter, zum Schwimmen. Das war erfrischend, aber wirklch schoen.
Dann sind die beiden weiter nach Chicago geflogen, und von dort aus noch nach Michigan mit dem Auto. Wie das war, weiss ich auch noch nicht.
Das Wochenende davor war ich mit Anthony campen. Wir sind nach meiner Arbeit am Samstag um 17h von seinem Haus aus losgefahren, Fahrraeder beladen mit Sack und Pack, Schlaf- und Zelt mein ich. und dann los, ueber alte Feldwege, Berge, ATV trails und so weiter, bis in die Nacht, nur um rauszufinden, dass die letzte Tankstelle auf dem Weg Richtung Sueden seit 8 min geschlossen ist.


Kuehe im Vorgarten!


Also, nochmal schnell Richtung Norden, ein paar Meilen, bisschen was einkaufen, und Wasser auffuellen und dann auf der VT Rt100 nach Sueden. Wir haben dann noch einen Mann getroffen, der uns von einem 'geheimen' Campingplatz erzaehlte, direkt im Green Mountain National Forest. Da sind wir dann auch hin, gefunden, im Dunkeln, und dann Feuer gemacht, und Zelte aufgeschlagen, Anthony hat in einer Plastikplane geschlafen, die er so halb in den Baum gehaengt hat. Was fuer eine schoene kleine Tour. Morgens sind wir dann, nach recht kurzer Nacht wieder los, und haben beim Warren Country Store angehalten, und gefruehstueckt! in der strahlenden Sonne. DAnach sind wir auf Feldwegen wieder Richtung Montpelier gefahren.
Heute morgen waren Johanna und ich mit ein paar anderen Leuten mit ihrer Laufgruppe Laufen. Schoen, raus aus dem Ort, dann auf dem Feldweg abgebogen, und berghoch, mit Kinderwagen, aber eine schoene Runde. Danach (wie jeden Samstag nach dem Lauf) gab's Bagels und Kaffee bei Onion River Sports, und dann war heute (es ist mittlerweile der 21.Juni) zur feier des Sommeranfangs, die Hauptstrasse downtown fuer den Autoverkehr gesperrt und man konnte einfach durch die Gegend laufen. Der Spielzeugladen hatte viele Spielsachen zum Ausprobieren auf der Strasse aufgebaut und die Cafes und Restaurants hatten Moeglichkeiten zum Draussensitzen. Das war schoen, und es waere toll, wenn das einfach immer so waere...
 PITS_logo
Am Sonntag muss Johanna von der Arbeit aus fuer zwei Tage nach Syracuse, NY, und am Mittwoch fliegt sie zusammen mit Elliot fuer zwei Wochen nach Madison. Ich folge eine Woche spaeter, endlich mal wieder. Wir sind dann ueber den 4.Juli in Minneapolis, MN zu Megans Hochzeit eingeladen.
Am Dienstag waren wir in Waterbury zum Mountainbiken, und da hab ich mir ganz gut den Arm aufgeschrammt. War dann aber doch gar nicht so schlimm, musste (wahrscheinlich) nicht genaeht warden (Stine, das hab ich gleich als erstes gefragt....), und scheint auch ganz gut zu verheilen...

Ansonsten ist natuerlich grade Radfahren das allerbeste: hier noch schnell ein paar Fotos von einer Tour, die wir vor einiger Zeit gefahren sind.




Jetzt ist der Computer staendig kaput und daher gibs auch noch keine wirklcih guten Bilder. Bald mehr, hoffentlich. Bis dahin:
"Een schwazzer Bildschirm!!"

Freitag, 30. Mai 2014

Playing in the dirt again!

Gaertnerei koennen wir hier auch: Der letzte Schnee ist schon fast laengst vergessen, und die Sonne scheint, es ist Fruehling, bzw. fast schon Sommer. Ich habe meinen kleinen Garten vor dem Haus auch wieder angelegt, diesmal aber nicht so viel mit Aubergine etc, sondern eher mit 'ernte und isst, waehrend es weiter waechst' Gemuese. Wie zum Beispiel Mangold, Salat, Spinat und Fruehlingszwiebeln. Da kann man immer mal ein paar Blaetter fuer das Abendbrot ernten und dann waechst der Rest gemuetlich weiter. Auch eine Paprikapflanze hab ich noch vom letzen Jahr. Die scheint auch wieder Fruechte tragen zu wollen.
Genug der Kulinarik und Botanik.
Ostern war's ja schon. Da waren wir auch fleissig Eier sammeln. Beim Nature Center, so richtig mit Spazieren gehen und in den Baeumen kucken. Hier der Klassiker. Das haben Steve und Deb mit ihren Kindern 'gespielt' bis die beiden 10 Jahre alt waren.
Kraeftig am Baum schuetteln, mal sehen was runtergefallen kommt...

Am naechsten Wochenende kommt Lars mit Freundin Laura zu Besuch. Die mussten mal aus Frankfurt weg, und machen sich dann auf den Weg nach Boston, und ueber Vermont weiter nach Chicago. Da freu ich mich drauf, zumal das Wetter wirklcih toll ist mittlerweile und man viel draussen sein kann.
Ich bin viel am Fahrradfahren, und auch Wandern muesste bald wieder losgehen. Ich habe mittlerweile meinen ersten Fahrradrahmen fertiggestellt, und das Rad auch schon durch so manche Bergenge ueber Stock und Stein getrieben, und es scheint noch zu halten. Da bin ich schon etwas stolz. Selbstgebaut, von Anfang bis Ende.

Winooski Falls during mud season. 
 


Zum Muttertag waren wir im NorthEast Kingdom, komischerweise nordoestlich gelegen von hier, und Johanna und ihre Freundin Laura sind den Muttertagslauf 10km mitgelaufen. Vorher ware aber noch Kinderrennen, und auch wenn Elliot einen leicht verspaeteten guten Start hatte, so schaffte er es doch nie aus der ersten Gerade heraus, bzw bis zum Ziel, da er von einer riesen Huepfburg abgelenkt (wahrhaftig) wurde, und lieber dorthinlief. Ein schoener Tag, alles in allem.
Wir waren dann am vorigen Sonntag in Plainfield (Anthony und ich sind mit dem Rad hingefahren, und Amelia und Elliot im Auto mit Jill), zum Ziegenfuettern. Da hatte Elliot schon seit Wochen drueber gesprochen, und wir versprachen ihm staendig, dass wir das machen koennten, sobald der Sommer wieder da sei. Das war auch gut. Auch wenn irgendwann die Schubkarre mit dem Misthaufen wesentlich einladender erschien.

Diese Woche sind Peg&Jyles (die Tagesstaette von Amelia und Elliot) geschlossen (Hawaii-Urlaub) und wir haben die TAge also zwei Kinder, entweder hier, wie ich grade, oder dort, wie gestern bei Anthony. Das geht auch ganz gut, die beiden verstehen sich auch echt gut.

Hier noch der Versuch ein kleines Video zu zeigen. Das Thema heisst: "No more monkeys jumping on the bed."

Donnerstag, 29. Mai 2014

..haben die dicksten Kartoffeln

Naja, dick is was anderes, aber so können wenigstens keine negativen Rückschlüsse auf meine Gehirnkapazität gezogen werden.
Für ne erste eigene Ernte gar nicht mal so schlecht. More to come!

An der Nordseeküste, ramtamtamtam

Wie immer mit einem Monat Verspätung, kommt der Bericht von Ostern quasi pünktlich zu Pfingsten (jawohl, gut erkannt, früher als zu Pfingsten kommt er, dies feiert man ja schließlich erst am 50. Tag nach Ostern - nicht etwa 50 Tage nach Ostern, wie Schlaubi-Lehrer Herr Seidel schon damals in der Klassenarbeit zu korrigieren wusste).
Nichtsdestotrotz war Ostern schwer was los. Mutter Tigges hatte geladen, das lange Festtagswochenende mit ihr und ihren drei Spürnasen - eigentlich hat nur einer der drei Hunde eine richtige Nase.. - an der Nordseeküste zu verbringen. Genauer gesagt in Katharinenheerd bei Garding bei St.Peter-Ording.
Sie und Tim reisten schon am Gründonnerstag gen Küste, ich, die ich ja noch arbeiten musste, kam Samstag mit dem Zug hinterher.
Na, und wenn man mit dem Tigges eine Reise tut, gibts natürlich viel zu erleben und zu lernen.
Quasi kaum raus aus der Nord-Ostsee-Bahn, gings gleich rein in die Dünen-Therme von St.Peter. Drei Wasserrutschen, Wellenbad, Whirlpool (ungelogen dauerbesetzt mit alten Säcken, die da wahrscheinlich schon den ganzen Tag rumquaddelten, jedenfalls dementsprechend aussahen), Wassersprudel und direkte Aussicht aufs Watt vom Außenbecken. Toller Start.
Sonntag zum Osterbuffet nach Poppenbüll, mit Sauerfleisch, Labskaus, Friesentorte und anderen leckeren Schweinereien genau nach Tims Geschmack.
Danach als gesamte Reisegruppe in den Westküstentierpark, der zur Feier des Tages von einem kläglichen Alleinunterhalter und seiner Musikanlage beglückt wurde, mit Fremdschamgarantie. Aber den Kindern gefiels.
Cover - mit Nase -, die Tiggesse - auch mit Nasen -, Columbo und Polly - eher ohne Nasen
Abends gabs Osterfeuer in St. Peter am Strand, Mutter Tigges stets anklagend, dass das Meer sooo weit weg sei, wer sich das wohl ausgedacht habe..
Dennoch kam sie aber artig mit, als wir nach Sonnenuntergang den halbstündigen Marsch gegen Wind und Wetter zur tobenden See antraten.
man beachte die tobende See
Nach erfolgreicher Mission kuckten wir noch schnell beim Feuer vorbei, aber weil es doch noch empfindlich kalt war, zog es uns dann doch ins muggelige Häuschen zurück, zu einer guten Partie Bohnanza.
Nächster Tag, Husum. Kannten wir bisher nur von der Durchfahrt, haben wir uns dann etwas genauer angekuckt. Gut so, schönes Städtchen.
Und er darf natürlich auch nicht fehlen
Abschluss: Spätes Mittag im Roten Haubarg. Spitzen-Geschichte und Spitzen-Essen.

Über Tönning gings zurück und der Kurzurlaub neigte sich dem Ende.
Am nächsten Morgen mussten wir früh raus, Ostern war vorbei, die Arbeit rief, kurz nach 7 Uhr war Abfahrt. Schön war's an der Nordseeküste..
Dann bleibt noch von meinem ersten eigens gekochten Spargel-Schmaus zu berichten. Seeehr lecker, aber warum muss die Pipi so riechen??
Und das ganz neue Mitglied meines Besitztums: der Kong.
Dann mal sehen, was der Juni so kann.






Donnerstag, 24. April 2014

London calling..

Jetzt ist das ja auch schon bald einen Monat her. Umso dringlicher natürlich die Berichterstattung.
2 Tage also nach dem Tag des Schweins gings los. Ich rollerte mit Köfferchen zum Flughafen und wähnte mich im entspannten Vorteil, als ich noch nicht - wie ALLE anderen - aufstand und mich in die endlos scheinende Schlange vor dem Gate stellte, als sich eine Dreiviertelstunde vor planmäßigem Abflug die ersten Fluggesellschaftsmitarbeiter an eben diesem zeigten. Natürlich kümmerten die sich einen feuchten Händedruck um die wartenden Massen und schäkerten völlig unbeirrt miteinander über gestriges Fernsehprogramm und Wetter und Gerüche von ehemaligen Kollegen (!). Pünktlich öffneten sie dann die Abfertigung am Gate und mussten sich einige ungeduldige Kommentare anhören. Ich lachte mir ins Fäustchen und erinnerte mich zum wiederholten Mal an die südafrikanische Gelassenheit und wie sie so überhaupt keine Chance hier haben würde.
Mein Lachen verging mir allerdings, als ich beobachtete, dass der Fluggesellschaftsmitarbeiter eine Mitreisende sehr bestimmt darauf aufmerksam machte, dass nur EIN Gepäckstück an Bord erlaubt sei, und sie ihr Handtäschchen gefälligst in Handgepäckskoffer bugsieren sollte. Ich tat also gleiches und musste prompt seiner Aufforderung nachkommen, mein Köfferchen in seinem ausgebeulten Zustand in den dafür vorgesehenen Umfangsmesser der Airline zu stopfen. Machte ich also, passte auch, aber ich klemmte mir so ungeschickt den Daumen, dass dieser verdächtig anschwoll, der Nagel sich unschön verfärbte und ich mich schon wimmernd im Kreiskrankenhaus London-Gatwick sah.
So schlimm endete es dann nicht, aber der Finger tat in den nachfolgenden Tagen noch höllisch weh und auch heute noch habe ich einen warnenden blaurotvioletten linken Daumennagel. Nächstes Mal also ungebeulter packen! Oder andere Fluggesellschaft wählen..
Ankunft in Gatwick und Weiterreise nach London unproblematisch, dank bester Vorbereitung durch Freundin Imke selbst, aber auch durch meine Last-Minute-Wissensansammlung: Reiseführer erst im Landeanflug anlesen und ganz hinten bei "Wissenswertes in Kürze" anfangen.
Etwas später als erwartet kam ich an der Victoria-Station an, wo ich mich mit Imke verabredet hatte. Wer kann auch ahnen, dass die britische Bahn mehr als pünktlich und zwar 1 Minute vor planmäßiger Abfahrt die Türen der Züge unwiderruflich schließen und Fahrstühle auch keine geeigneten Alternativen zu überfüllten Rolltreppen darstellen.
Obwohl wir keinen bestimmten Treffpunkt ausgemacht hatten, haben wir uns ziemlich direkt getroffen. Ist ja auch nicht gerade klein, diese Victoria-Station. Dennoch stand eine aufmerksam umherschauende Baase unterm 'Meeting-Point'-Schild und so lagen wir uns nach gut einem halben Jahr wieder in den Armen. Wie schön!
Gut warm und sommerlich war es. Da sah man auch an der Vielzahl Menschen, die in kurzen Buksen und Flipflops unterwegs waren. Imke bestätigte meinen ersten Gedanken "Immer diese peinlichen deutschen Touristen, die sich beim ersten Sonnenstrahl gleich nackig machen müssen, egal wo auf der Welt", jedoch musste sie aufklären, dass es sich hier selten um Deutsche, nahezu immer aber um die Briten selbst handele.
Konnte das in den kommenden Tagen zum Glück weiter beobachten, weil das Wetter sich freundlichst hielt und die Briten weiter das Klischee bedienten.
Den Rest des Samstags verbrachten wir auf dem ein oder anderen Markt, die mich sehr an Kapstadt erinnerten, weil es auf ihnen viele Stände mit Essen in jeder Form und Farbe gab. Selbstgebackenes, Regionales, verrückte Kombinationen, riesige Portionen, einfach und doch so besonders.
Nach einer kleinen Stärkung gigns also zum Touristischen.
Imke vor the shard, in bester Fotopräsentierpose
Eigentlich galt der Blick aber natürlich ihr
Covent Garden außen
Covent Garden innen
aha, da lugt er schon hervor..
und da is er
hier verblasst er allerdings auch gleich wieder ob des Vordergrunds
Paris?? - nix da.
Frühlingsgefühle
Paris?? - nix da. II
Baase vor Buckingham Palace - warum schreit sie denn so?
Den Abend ließen wir dann ruhig ausklingen, bei einer gediegenen Portion "Takliatelle mit Forelle" (Pasta eben) im Baasenham Palace. Dieser liegt übrigens im sehr schönen Stadtteil The Angel/Islington, nahe dem Regent's Canal und gar nicht weit von allem, was wichtig ist.
Den Sonntag ließen wir bei einer guten Portion Pancakes anlaufen, im Breakfast Club, so gehört sich das.
Ausflugsziel anschließend Greenwich auf der anderen Seite der Themse und der Stadt, quasi. Beim Royal Observatory ließen wir uns es natürlich auch nicht nehmen, unsere fotografischen Späße mit dem guten alten Nullmeridian zu treiben.

Auch wenn ich anfangs nicht schnallen wollte, warum alle bei diesem Ausblick
ein Foto von sich vor der ollen Backsteinwand machten. Aber hab ich dann ja auch noch kapiert..
Mit dem Schiff sollte es flußaufwärts zurück Richtung City gehen. Beim Warten auf den Hurricane Clipper schnell noch einen Klassiker
und wenn man einmal nicht hinkuckt..
Der Clipper-Katamaran bot uns dann Aussichten auf diverse Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus (etwas nebelig allerdings, weil Scheibe nicht ganz so blank geputzt).
Tower Bridge
auch immer einen Blick in den Rückspiegel werfen
Tower of London
Herr Fosters 'Gherkin'
musste schnell gehen..
St. Paul's Cathedral - hinter modernen Fassaden
und schließlich der berühmte Baasilisk..
Wieder an Land fielen uns weitere schöne Motive auf.
modernes Wohnen am Regent's Canal
schwimmendes Wohnen am Regent's Canal
Der nächste Tag hielt für Imke Arbeit bereit und für mich den Besuch im British Museum, quasi gleich um die Ecke von Imkes Arbeit. Viiiel zu sehen gabs. Von jetzt, früher und sehr viel früher.
"As well as being an alarm clock, this machine greets the user with a hot cup of tea. No more cold journeys to the kitchen on winter mornings to make the first drink of the day." - Die spinnen, die Briten.
wieder der Herr Foster, der in der Lobby des Museums am Werk war
Nach der gemeinsamen Mittagspause mit Imke im Park, wo der durchschnittliche Brite gerne seine Mittagspause verbringt, mit etwas sandwichartigem als Stärkung, was man in irgendeinem der gefühlt hundert Snacks-to-go-Läden an derselben Straßenecke gekauft hat.
Den Nachmittag verbrachte ich bei einer unfassbar lustigen und irrsinnig informativen Stadtführung. Ich bin noch immer begeistert, dass der Guide es geschafft hat, uns fast dreieinhalb Stunden durch die Stadt zu jagen ohne einmal das Gefühl von Langeweile oder Langwierigkeit aufkommen zu lassen. Mit Abstand die beste Führung, die ich je mitgemacht habe.
Umso mehr tat es mir in der Seele weh, dass ich zum Zeitpunkt der Führung tatsächlich nicht einen einzigen Penny bei mir hatte. Dementsprechend konnte ich auch am Ende keinen Obulus an den Guide geben. Mein Gewissen beruhigte ich dann wenigstens mit einer Lobesmail an den Veranstalter über die entsprechende Stadtführerin.
Abends belohnten wir meine dann doch müden Beine mit einer ordentlichen Portion Fish and Chips. Das war gut!
klassisch noch dabei: Pea mash, konnte man auch essen
Naja und danach kam das Highlight quasi der Reise. Die Baase und die Tonn im Musical.
Wir waren gefühlt die einzigen, die die Show gefeiert haben. Das war wirklich überraschend. Machte uns natürlich gar nichts aus. Etwas leid tat mir allerdings, dass die Sängerinnen und Sänger wegen des augenscheinlichen Desinteresses das Publikum fragen mussten, ob sie eine Zugabe spielen sollten. Bei dieser waren ungelogen Imke, ich und ein Herr uns gegenüber die einzigen, die aufgestanden sind und geklatscht haben. Sonderbar, aber so toll trotzdem. Mamma Mia! war es übrigens, für diejenigen, die es nicht gleich selbst erkannt haben.
Der nächste Vormittag gab mir nochmal die Möglichkeit die Tate Modern zu besuchen, das "weltweit größte Museum für moderne Kunst" (so schreibts Wikipedia). Das war auch riesig und viel Kunst. Von der Terrasse hat man einen schönen Panorama-Blick auf die Skyline Londons, hab ich mir nicht nehmen lassen.
Daran anschließend begab ich mich auf einen Spaziergang entlang der Themse, immer die Tower Bridge im Blick. Die sollte noch überschritten werden.
Erst gabs noch eine kleine Lunchbreak - ganz London-Style
Na und die zwei roten Freunde mussten sich natürlich auch nochmal in den Vordergrund drängen.
Und schließlich war ich drauf und das war dann schon beeindruckend.
Als letzte touristische Attraktion schlängelte ich mich die 311 Stufen des Monument (offiziell: The Monument to the great fire of London) hoch, von wo aus ich einen herrlichen 360°-Blick über die Stadt hatte. Und alles für noch nicht mal ein Fünftel des Eintritts vom London Eye.
Schließlich stattete ich der schwerst arbeitenden Imke einen letzten Besuch ab und dann hieß es Abschied nehmen. U-Bahn und Bahn brachten mich zurück nach Gatwick, diesmal nahm ich die ganz normalen Treppen, erschien mir am sichersten, und ich fühlte mich tiptop vorbereitet, als ich meinen Rollkoffer als einziges Gepäckstück auf das Band der Sicherheitskontrolle legte. Da konnte mich dann auch nicht mehr schocken, dass ich fast den kompletten Inhalt meines Köfferchens auspacken und einzeln aufs Band legen, meine Stiefel ausziehen und sogar das Strickjäckchen ablegen sollte. Safety first, is klar!
Das war London. Und ich muss einfach nochmal hin, weils so schön war und aber auch noch sooo viel zu erleben gibt.