Ja, mehr muss ich doch fast nich sagen..
Außer, dass es gut tut, wieder hier zu sein, dass es ganz außerordentlich toll ist, einen Schrank zu haben, aus dem man die Klamotten nimmt (und keinen Koffer mehr, wie die letzten 2,5 Monate), dass ich sehr froh bin, dass die ganzen Leute, die ich bisher wieder getroffen hab, noch genauso sind, wie damals, dass es immer wieder saustark ist, dass liebe Leute einem mit Spitzenangeboten wie Wohnung, Schlafcouch, Möbelstücke, Organisationsvermögen oder Mittagesseneinladungen die Laune wieder gen Höhepunkt manövrieren und so weiter und so fort.
Gut, haben wir gelernt, es gibt also doch noch was zu sagen.
Wir sind also angekommen. Über ein paar Umwege zwar, aber doch schließlich in die Wohnung von Tanja, wo wir jedenfalls erstmal bis Ende Oktober bleiben können und schonmal den ganzen Orga-Kram erledigen können, mit festem Wohnsitz als Ausgangslage.
Das haben wir bis zum heutigen Tag auch relativ gut und erfolgreich durchgezogen.
Tim fängt schon am Montag in seiner neuen Agentur an, Tribal DDB, ziemlich groß und wohl angesagt, mit Sitz in der Hamburger Innenstadt und gutem Eindruck.
Ich bin ab August Teilzeitverkäuferin bei Erdkorn, eine der größten Bio-Markt-Ketten in Norddeutschland, die eine neue Filiale in Eppendorf aufmachen.
Mit dem anderen Zeitteil will ich mich mal meinem Erwachsenenbildungsprojekt widmen bzw. auch mal so ein paar Freiwilligen- oder Ehrenamtlichenarbeiten voranbringen.
Wir konnten uns als Hamburger Einwohner melden, bei den Krankenkassen vorsprechen und um Wiederaufnahme in die jeweiligen bitten, bei der Bücherhalle anmelden, Internet und Telefon bestellen (und siehe da, jetz auch schon benutzen), Franzbrötchen, Schwarzbrot und Quark ENDLICH wieder essen und weitere mehr oder weniger belanglose Dinge tun.
Da kommt Freude auf. Und so wirds auch bleiben.
Freitag, 19. Juli 2013
Mittwoch, 17. Juli 2013
Jetzt aber.

So nun ist endlich Sommer hier, und wir geniessen ein paar heisse Tage, mit Gewittern abends und nachts, aber solange es dann auch mal wieder aufhoert, zu regnen, ist das alles ja noch in Ordnung. Ich war letztes Wochenende mit dem Laden zur "Arbeit" in Ascutney State Forest zum jaehrlichen Vermont Mountain bike Festival, und das war doch mal ganz angenehm, mit im Zelt schlafen, 300-400 TeilnehmerInnen und dann an Fahrraedern schrauben und ein Bier in der Sonne trinken, selber fahren gehen und abends Lagerfeuer. . . und dann eine Nachttour, mit Lichtern.

Hier sind noch ein paar mehr Fotos vom Festival.
Ansonsten waren wir mit Elliot mal wieder 'schwimmen'. Das geschah beim nahegelegenen Stausee/Wrightsville Reservoir. Wir sind dort kurz nach der Arbeit hin und sind wirklcih nur kurz reingesprungen, Elliot verbringt die meiste Zeit noch damit, alle moeglichen Steine am Strand zu sammeln und ins flache Wasser zu werfen... jedem das seine. Das Wasser war allerdings wirklcih warm, und man konnte, wenn man etwas weiter rausgeschwommen ist, die letzten Sonnenstrahlen ueber den WAeldern geniessen.
Sonst geniessen wir unser CSA (Gemuesekiste) der Wellsprings Farm, die nach all dem Regen jetzt wieder etwas ueppiger und mit einigen Tomaten etc. ausfaellt. Wir planen die Details unseres anstehenden Deutschlandbesuchs, und das macht schon wirklich Lust auf mehr. Ich freue mich schon sehr darauf den einen oder die andere von euch bald mal wieder zu sehen.
Im Moment weiss ich nichts weiter zu berichten. Als dann, geniesst die Sommerzeit und lasst mal von euch hoeren. Ich freue mich schon sehr auf in zwei Wochen!
Sonntag, 7. Juli 2013
Wann wird's mal wieder richtig Sommer!?
So viel Neues hab ich zwar gar nicht zu berichten, aber ich will mich trotzdem mal wieder melden.
Hier ist "Sommer", allerdings ein nasser Rekordsommer. Vermont hatte diesen Juni so viel Regen wie schon seit 1920 nicht mehr! Auch wenn es schon immer schoen warm ist, kann man sich auf einen boesen Gewittersturm oder einen intensiven Regenguss fast taeglich verlassen.
In Vermont sind fast alle Mountainbike trails geschlossen, und auch sonst sind alle etwas enttaeuscht, dass das Wetter sich so verhaelt. Die Farms erleben eine nicht so dolle Ernte wie sonst, und das ist natuerlich nicht gut. Unser CSA-share (Community supported agriculture = Gemuesekiste) faellt zwar woechentlich noch recht ueppig aus, aber insgesamt waere ein solider Sommer doch schon mal langsam angebracht. Abwarten, halt.
Zwischenzeitlich waren wir dann in Toronto und haben Jeff und Val besucht. Die Hinfahrt war wirklich kein Problem, es ging donnerstag Abend los, und in die Nacht hinein. Elliot hat meist geschlafen und wir sind gegen 2Uhr morgens angekommen. Das Wochenende war schoen, mit Spaziergaengen, Rumhaengen im Park, und Barbeque bei Jeff und Val im Garten. Jeff und ich sind dann noch Fahrradfahren gegangen, was im stroemenden Regen begann und in Sonnenschein endete. Wie immer wenn wir die beiden sehen sehr schoen! Elliot hat es auch gefallen, im Garten, auf dem Abenteuerspielplatz und im Park herumzustreunen.
Gestern war hier der Geburtstag der USA, der 4. Juli, Independence Day, und der wird bekannterweise in Montpelier VT schon am 3. Juli gefeiert. Wir haben vom Fahrradladen wieder mit vielen Kinder, alten Raedern und rot/weiss/blauen Dekorationen in der Parade teilgenommen. Das stellt sich eigentlich jedes Jahr als ein grosser Spass heraus, und diesmal ist Elliot sogar auf meinem Schoss ein paar Runden in einem Fahrradanhaenger mitgefahren.
Ausserdem hat Elliot neue Schuhe, Crocs, und die mag er sehr. Er redet oft von nix anderem ("shoes, shoes''). In Madison freut sich 'grandpa' Steve schon seit Wochen (!) darauf, Elliot den Zoo zu zeigen (Steve redete taeglich mehr vom Zoo als Elliot von seinen
Schuhen!
| Hier steckt noch eine Windel am Kind fest. |
| Auf die Helme! |
Gestern war ich mit Kip Fahrradfahren, und zwar zum 'Number Ten', ein See etwa 25km von hier, der fuer sein klares Wasser bekannt ist. Dort haben wir uns mit seiner Familie (Jen, Indy, Jen's Eltern und Phil, einem Arbeitskollegen) getroffen und sind Kanufahren gegangen. Mit einem erfrischenden Bier auf dem See in der Sonne im Boot laesst sich das gut aushalten. Auch wenn meine Erinnerung ans Abenteuerlager Schweden und die dreitaegigen Kanutouren schnell wiederkam. Schoen schoen. Dann noch ein wenig schwimmen gehen und dann mit Gewitter in der Ferne schnell wieder ins Boot und zurueckpaddeln. Kip und ich sind dann allerdings im stroemeneden Regen nachhausegefahren mit dem Rad, aber das machte bei warmen Temperaturen auch nix. Schoen Tour, wirklich. Danach haben wir dann zusammen gegrillt, und im Garten gesessen. Gute Sache. Hier ist die Route. http://www.gmap-pedometer.com/?r=5993362
![]() |
| Klunking! |
Hat also alles gut geklappt, mit dem Klunker rennen.


Ich bin nach der Arbeit am Samstag nach Northfield gefahren und habe noch einige Kollegen aus dem Laden mitgebracht. Wir sind dann bei Sonnenschein (endlich! der erste Tag fast ohne REgen!) den Berg hochgestapft und dann durch eher unwegsames, matschiges, pfuetziges Gelaende wieder runtergerasselt! Grosser Spass mit ausschliesslich Ruecktrittbremsen. Auf dem Weg nach unten auf er Strasse dann gabs noch einen 'Vollbremswettbewerb' und schliesslich baden/abwaschen im Teich. Lecker.
Gut, dann haben wir gegrillt und Lagerfeuer gemacht und sind anschliessend in die Zelte gekrochen zum Uebernachten. Ich habe schon seit laengerem nicht mehr im Zelt uebernachtet, aber es war sehr schoen. Hat mich auch wieder an Schweden Zeltlager erinnert. Morgens wurde ich von einem sehr lauten 'blue jay' geweckt, der ueber mir im Baum sass. Dann gabs Kaffee und ich bin nach Hause gefahren. Heute Nachmittag habe ich dann endlich mal wieder ultimate frisbee gespielt und bin anschliessend mit ein paar Leuten von der Arbeit Mountainbiken gewesen, in Stowe. Auch (fast) ohne Regen. Insgesamt war ich also dieses Wochenende ganze 25min zu Hause. Aber die Zeit wurde sinnvoll genutzt, wuerde ich sagen. Und gegen Muskelkater hilft, so wuerde Johanna sagen, Joga:
Viel Spass.
Dienstag, 25. Juni 2013
These vagabond shoes, They are longing to stray, Right through the very heart of it…
Mein lieber
Herr Gesangsverein! Wat ne Stadt.
Und was sind unsere Schuhe durch Straßen und Herzen gestreunt.
Vor allem aber durch Straßen. Abgabe vom Monty-Mobil war unkompliziert, die
Taxifahrt dann aber vom Autoverleih zu Lucas Wohnung stellte sich dann als
recht kompliziert heraus.
Pers Freund und ehemaliger New Yorker Arbeitskollege Luca
wohnt in Jersey City (auf der anderen Hudson-River-Seite) und hatte uns seine
Wohnung angeboten. Adresse hatten wir bekommen und an den Taxifahrer gegeben
und dieser machte auch den Anschein, als würde sie ihm was sagen.
Aber pustekuchen. Er hatte keine Ahnung und weigerte sich,
das GPS zu benutzen, seine Zentrale wollte auch nicht so richtig Hilfestellung
geben, schließlich musste Kristin mit ihrer Straßenkartenapp dirigieren, wo er
langfahren musste. Gute 1,5 Stunden waren wir unterwegs (statt sonst vielleicht
20 min), aber haben so schon viel gesehen von Jersey City und dem angrenzenden
Hoboken.
Wir legten
schnell unser Gepäck ab, bekamen eine kurze Einweisung von Luca („I don’t really
know, where all the stuff in bathroom and kitchen is, I stay at my girlfriend’s
most of the time. Just help yourself“) und begrüßten seinen Hund Buster,
bevor wir den Kleinbus rüber nach Manhattan nahmen.
| dann doch gefunden - 155 nelson ave |
| buster kuckt völlig grundlos so verängstigt |
Ausm Bus
gings am Port Authority. Rüber zum Times Square, und zack bumm, da waren
wir!
Unglaublich viele Menschen auf unglaublich breiten Straßen
und Gehwegen und trotzdem pickepackevoll. Plus Autos und Fahrräder (wirklich
sehr viele Fahrradfahrer sind unterwegs, das war 2009 noch nicht so) und Elmo,
MickyMaus und Co-Figuren zum Fotosmachen.
Die Touristeninfo stattete uns mit Stadtplänen und möglichem
Unterhaltungsprogramm aus. Im Bryant Park wurde dann eine Art Ablaufplan für
die kommenden 2einhalb Tage geschmiedet.
Unmöglich, ALLES in der Zeit zu sehen, also entschieden wir
uns für eine NYC Movie&TV-Shows-Stadtrundfahrt am nächsten Tag.
Die war auch super, jedoch hätten wir gern unsere leicht
überdrehte Tourguidin Elise gegen einen funktionierenden DVD-Player getauscht
um auch von Anfang an zu sehen, welche Filmstandorte wir nun grad live vorm Bus
haben. Aber gesehen haben wir viel. Sowohl Filmbezogenes wie aber auch sonstige
Sehenswürdigkeiten in Up- und Downtown-Manhattan.
Die Elise wusste zu erzählen, dass es Glück bringt, sich
unter das in die Höhe gestreckte Hinterteil des Ochsen zu stellen.
Das hatten scheinbar noch andere gehört.
Wir besuchten die Feuerwache von den Ghostbusters,
| dä dädndädä dädädndä |
Das Wohnhaus von Friends
| zwar nich das central perk unten drin, aber immerhin ein café |
Und passierten die Straße, in die Huxstables von der Bill
Cosby Show wohnten (um nur Einiges zu nennen).
Für den Abend hatten wir Tickets fürs Baseball-Spiel New
York Yankees – Los Angeles Dodgers, dies wurde allerdings wegen Regens auf den
nächsten Tag verschoben.
Diesen Regen bekamen wir auch durchaus zu spüren, als wir
uns grad alle drei auf unseren Wegen im Central Park befanden und uns an einem
Treffpunkt an der nördlichsten Spitze des Parks verabredet hatten. Alle haben
wir die Größe
etwas unterschätzt. Aber grad deshalb eine schöne grüne Oase.
Den nächsten Vormittag streunten wir durch die Straßen,
| ja, wo kucken sie denn |
| objekt des betrachtens |
| die grand central im panorama - etwas verschroben |
dann gabs gute 3 stunden Baseball im Yankees-Stadion in der
Bronx.
| der yankees-star mariano rivera |
Nachm Sport gings noch in die Public Library und danach sind
Tim und Kristin aufs Empire State Building. Ich machte währenddessen noch
einige Besorgungen, aber ließ mir danach gerne die Fotos zeigen.
Den nächsten und letzten Tag verbrachten wir auf Jersey-Seite und radelten durch Hoboken und
am Hudson-River entlang. Nachmittags sollten wir ja schon gen Flughafen
aufbrechen, was wegen der Rush Hour auch so einige Zeit in Anspruch nahm.
Naja, und wie sich dann die Abreise gestaltete, ist bekannt.
Mensch, aber dieses New York kann schon was.
If I can
make it there, I'll make it anywhere, It's up to you
Samstag, 22. Juni 2013
Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Amerikazeit zu Ende, jetzt heißts zurück nach Deutschland
und einem geregelten Leben nachgehen. Ja herrlich. Gerade habe ich ganz andere
Sorgen..(dies schrieb vor lauter Empörung noch während des Fluges)
Aber der Reihe nach.
Montpelier war stark, viel Schönes gesehen, schön viel
gemacht und naja, kann man ja selber sehen.
Abschluss in Montreal gehabt, da wars ganz schön warm, aber
schön.
Die Junior-Familie Tonn hat mich durch den Tag gebracht,
während Tim beim TEH ordentlich abräumte (erstaunlicherweise kam er tatsächlich
mit einem Preisgeld von 50 Dollar zurück, und das, wo ihm doch die 2 Jahre
afrikanische Trainingslosigkeit arg in den Fingern steckte).
Da gab es also so einiges zu erleben, nicht nur die
Besteigung des Mont Royal und den belohnenden Ausblick auf die Stadt.
Sondern auch den Eiskaffe im Park der juristischen Fakultät
und die viele Kunst überall.
(auch außerhalb von Museen steht und liegt offensichtlich da so manches
rum)
Am folgenden Tag durfte ich mich dann nochmal mit Tim und
einigen seiner Tischeishockey-Kollegen davon überzeugen.
Fazit: Montreal ist eine schöne Stadt mit viel Grün und sehr
vielen netten Ecken, also durchaus eine Reise wert. Noch dazu verschafft das
Französische überall einen gewissen Hauch von Besonderheit und nahezu Exotik.
Per Nachtbus erreichten wir New York. Nochmal spannend war
die Ein- oder Rückreise in die USA. Um kurz nach Mitternacht machte uns der
Busfahrer auf die bevorstehende Passkontrolle aufmerksam, mit dem Hinweis, dass
mit den Kerlen nicht zu spaßen sei. Wir sollten brav alle Fragen beantworten,
die uns gestellt werden und ja nicht auffällig werden. Joah, das hilft nicht
grad, wenn man mit dem allzeit besorgten Tigges auf Reisen ist. Aus Solidarität
machte ich mir mit ins Hemd, aber musste dann eher lachen, als es den
Grenzbeamten so überhaupt nicht zu interessieren schien, wo wir herkamen, wo
wir hinwollten und vor allem warum und wie lange wir in die USA wollten.
Am nächsten Morgen also wieder für kurze Zeit in New York, ab
zur Wohnmobilvermietung (ne Stunde Busfahrt und viertel Stunde Taxi) und das
Schiff in Empfang genommen.
Dann einige Stunden später Kristin eingeladen und los gings.
Über unzählige Zollstraßen und –brücken und schließlich voll durch die Bronx.
Aber gut, muss man auch mal gemacht haben.
Wir machten ordentlich Strecke um nur ja aus NYC’s
Speckgürtel rauszukommen.
Erster Stopp in Madison, CT. Ein State Park direkt am Meer.
Puh, geschafft.
Und wie sich am nächsten Tag herausstellte und sich als ewiges
Motto unseres Trips verfestigte: Could be worse!
Da kam Freude für die weitere Reise auf
Wir trippten durch so einige schöne Landschaften, alle kann
und will ich hier auch gar nicht zeigen, nur so viel, dass ich noch nie so
viele hübsche und zurechtgemachte Häuser ja durchweg Ortschaften gesehen habe.
Einpacken können da die Nagelscherenrasenschneider und Gartenzwergaufsteller
und Teichanleger und Rosenzüchter. Viel Holz, wenig Gedöns. Hübsche Farben,
schlichte Ausführung.
Übernachten taten wir in den kommenden Tagen größtenteils in
State Parks, erstens weil sie billiger waren, zweitens auch spät noch geöffnet
und willig Neuankömmlinge aufzunehmen und drittens schlicht und ergreifend,
weil es so viele gibt und die so riesig sind und so viel Natur bieten, dass ich
mich schon fast ärgerte über das typische Campingplatzgeklüngel, was wir auf
den paar privaten Plätzen, die wir ansteuerten, wahrnahmen.
Ich mochte die State Parks auch, weil ich dann und wann in
bester Umgebung laufen gehen konnte. Und weil sie unvergleichbar gut
ausgestattet und gepflegt waren. Da macht Camping noch Spaß.
Wobei wir eigentlich nicht wirklich Camper waren, immerhin
hatten wir eine komplett eingerichtete Wohnung dabei, in der es warm und
trocken war, egal wie es draußen aussah.
Das konnten wir mehrfach austesten, wenn es sintflutartige
Regenfälle gab (und die gab es wohl häufiger als sonst in diesem Jahr) und ich
nur bloß nicht tauschen wollte mit den armen Zeltbewohnern, weil ich noch nicht
mal zum Zähneputzen ins Waschhaus musste.
Wir hatten lustige, spannende und historisch wertvolle
Stopps und Ausflugsziele.
Top 5:
Das Gillette-Castle am Connecticut River in Connecticut. Ein sehr
eigensinniger Herr Gillette, seines Zeichens Schauspieler und u.A. Darsteller
von Sherlock Holmes, hat sich eine feine Burg gebaut, die teilweise recht
abgedrehte aber dennoch sehr sympathische Züge
an den Tag legt.
Mystic Seaport. Ein Freilichtmuseumsdorf, wo das
Leben in einem Hafenstädtchen sehr detailgetreu nachempfunden wird.
Erste Übernachtung auf einem Walmart-Parkplatz in Newport,
RI. Da hatten wir nämlich im Vorwege gehört und gelesen, dass man da wohl als
Wohnmobilurlauber gute Chancen hat, umsonst zu übernachten ohne von der Polizei
wegen Gesetzeswidrigkeit jäh aus dem Schlaf gerissen zu werden. Also ausprobiert.
Um Erlaubnis fragen mussten wir dann aber beim Besitzer des Parkplatz, welcher
nicht etwa Walmart war, sondern der Betreiber eines kleinen Liquorshops neben
dem Walmart. Für den Harry wars ok und so konnten wir lecker Essen kochen und
essen und zum Verdauungsspaziergang noch eine Runde durch die
Supermarktregalreihen drehen. Foto konnte man schon beim letzten Eintrag
bewundern.
Die Reise nach Nantucket, MA mit der Fähre von Hyannis.
Nantucket ist wie Fanö, nur etwas weniger Deutsche. Aber mindestens genauso
viele Touristen. Und Touristenshops. Aber auch gute Eiscreme, Bombenwetter und
sehr fürsorgliche Bewohner. Wir standen vor dem Observatorium und ärgerten uns
ein wenig, dass sämtliche Veranstaltungen und Besichtigungen erst in der Woche
drauf beginnen sollten, als uns Scott, ein lustiger Mann aus Kalifornien, der
auf der Insel für so manches zuständig ist, unter anderem für das
Observatorium, eine private, sehr detaillierte Erläuterung zu allem, was wir
wissen wollten, und noch Tipps für einen guten Ausflug für den Rest des Tages
gab. Doch damit nicht genug, wir machten uns also auf den Weg zu einem der
schönsten Strände der Insel, und als wir sowohl zeitlich wie auch
entfernungstechnisch schon Bedenken bekamen, hielt er mit seinem Auto hinter
uns und bot uns an, uns zum Strand zu fahren. Also bekamen wir noch eine
exklusive Inselrundfahrt. Und Schmedi dazu noch ihre erste Fahrt auf einer
Pickup-Ladefläche.
Der Geburtstag vom Tigges. Der fing nämlich sehr nice an,
mit Pancakes und Eis und Sprühsahne und Mini-Donuts und Peanutbuttercups. Alles
zusammen wohlgemerkt, fürs Geburtstagskind.
Gut gestärkt gings dann an die nördliche Spitze vom Cape
Cod, wo Tim den Leuchtturm seines Lieblingsbildes von Edward Hopper aufsuchen wollte. Cape Cod sieht aus wie
ein Arnold-Schwarzenegger-Arm in Pose,
und der Leuchtturm ist am unteren Ende der Finger quasi, gegenüber von
Provincetown. Dahin kommt man nur per Boot oder per Pfad auf großen
Steinblöcken. Da kann man dreimal raten, welchen Weg wir genommen haben..
Zum Leuchtturm selbst ist Tim dann allein gestapft, und es
hat sich wohl gelohnt.
Wir Mädels hingegen sind also umgedreht und zurück zum
Monty-Mobil, wo wir schon von weitem Disco-Beleuchtung sahen, heißt Polizei.
Ich legte einen ordentlichen Schritt zu, allerdings verpassten wir den Officer
knapp und fanden nur noch einen Brief von ihm.
Schön ein Knöllchen für Falschparken eingesackt.
Weil wir eh nicht wussten, wie lange Tim noch unterwegs sein
würde, stiefelten wir also los zur Polizei und machten uns aufm Weg ordentlich
in die Hosen, dass wir gleich richtig zusammengefaltet würden und
wahrscheinlich sofort des Landes verwiesen, aber atmeten sichtlich auf, als „nur“
eine ältere Dame in der Knöllchen-Abteilung auf uns wartete, uns die 25 Dollar
abnahm, eine Quittung ausstellte (und dies aus welchen Gründen auch immer sehr
betonte) und uns noch einen schönen Aufenthalt in Provincetown wünschte. Puha.
Und Top 5 war Boston.
So schöne Stadt, relativ gemütlich und maritim und doch
Großstadt.
Hier Bilder, mehr muss ich nich sagen.
Jetzt schnell noch die Moral von der Geschichte am Anfang.
Rückflug vorgestern von NYC mit Icelandair. Alles hat super geklappt. Etwas
gehetzt kamen wir am Flughafen an, wir mussten ja komplett mit dem Bus durch
die Rush Hour von Jersey City nach New York City und von dort mit einem anderen
Bus zum JFK Flughafen. Schlussendlich waren wir gute eineinhalb Stunden vor
Abflug da, wir konnten gleich einchecken und durch die Sicherheitskontrolle,
Kristin allerdings musste länger warten um an den Schalter zu kommen und ihr
Abflug verzögerte sich gleich um eine Stunde.
Im Flieger überwältigte mich, dass man gleich eine Flasche
Wasser angeboten bekam und vor allem sowas von viel Beinplatz hatte.
Jaja, diese skandinavischen Dienstleister, stark.
ABER man soll den Tag nicht vor dem Abend loben,merken!
Stutzig wurden wir beim Blick in die Bordmenukarte, wo
lediglich Snacks aufgeführt waren und vor allem Preise. Ein läppisches Sandwich
mit ein bisschen Käse drauf für 12 Euro! Ein Stück Obst für 2 Euro!
Entschuldigung. Noch nicht mal Wasser gabs ohne Bezahlung.
Somit gab es also kein Essen für uns. Couldn't be worse..
Beim Zwischenhalt in Reykjavik gabs dann einen sehr teuren
und damit natürlich sehr leckeren Kaffe.
Und am Flughafen in Frankfurt wurde erstmal der
Rewe-Supermarkt gestürmt.
Es folgen jetzt Reisetage durch Deutschland, wir sehen uns,
spätestens dann wieder in oder um Hamburg.
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