Sonntag, 24. November 2013

es war so finster und auch so bitterkalt..

..und das is auch gut so.
Denn so hab ichs am liebsten.
Das war Anfang letzter Woche, da mussten die Autofahrer das erste Mal kratzen.
Und ich war froh, dass ich letztes Wochenende in der Pfalz war, von wo ich meine muckeligen Handschuhe (u.a.) mitnehmen konnte. Denn die erweisen sich als ziemlich brauchbar an solchen Tagen aufm Fahrrad.
Aus Herbst wurde also mittlerweile Winter, es wird um halb fünf dunkel und drinnen macht man sich das nu auch schön.
Gestern komplettierten wir unseren Hausstand nun nahezu.
Malm im Schlafzimmer
Bodo im Wohnzimmer
selbstgemachte Pizza im Backofen in Gorm im Badezimmer
Jaha, Weihnachtsbäckerei, Bratapfel und Festtagsschmaus müssen nu keinen Bogen mehr um unser Haus machen. ALLES is möglich.
Gestern dann gleich handgefertigte Steinofenpizza ausprobiert.
 
Heute gings dann gleich heiter weiter. 
Das ist ohne Zweifel Pia, mit zwei noch nackigen Pfefferkuchenhäusern. Ziemlich schwabbelige Angelegenheit, das Zusammenbauen. Und immer die Angst, dass eine Dachseite affglitscht oder sich der Schornstein absetzt und lieber als Dachziegel fungieren möchte. Aber nach einer gediegenen Wartepause mit Käffchen und Sekt (Richtfest feiern quasi) konnte es ans Eingemachte gehen.
Und die Ergebnisse konnten sich dann auch sehen lassen
Südausrichtung - links Stegemanns, rechts Tonns
Nordausrichtung - links Tonns, rechts Stegemanns
Schwabbelig wurde es dann nur nochmal, als ich das gute Stück in einem Schuhkarton aufm Fahrrad nach Hause befördern musste.
Ist aber alles gutgegangen und ganz geblieben. Und jetzt kann auch hier das Abernten losgehen.
Dann eine schöne Woche auf dem Weg zum meteorologischen Winteranfang!
 

Mittwoch, 13. November 2013

Wenn der Garten abgeerntet ist geht's ans Kochen....

 Mein Garten ist zugefroren inzwischen. Wirklich erfolgreich waren nur die Chilis, dieses Jahr. Ein paar Paprika, Fruehlingszwiebeln und Basilikum. Aber damit ist jetzt Schluss. Halloween war's mittlerweile. Herbst is vorbei. Hier liegt Schnee. In den Bergen gehen die Leute schon Skifahren, in 30cm Neuschnee. Kalt ist es. Und wir waren alle etwas krank. Normale Zustaende in dieser Jahreszeit.
Meinen Geburtstag haben wir erfolgreich hinter uns gebracht, ich bedanke mich herzlich fuer die lieben Glueckwuensche in allen Formen und Farben. Elliot hat mir einen Kuchen gebacken, und ueberhaupt hilft er wirklcih gerne in der Kueche mit, beim Kochen, abends, Schneiden, und so weiter. Wir muessen dann immer den Stuhl ranholen und dann steht er da drauf und redet und schneidet, und organisiert Besteck. Aus seinen Legos, die er von Hanne und Ib letztes Jahr geschenkt bekommen hat,  machen wir staendig 'Muffinteig in der Schuessel im Wohnzimmer, und dann Muffins auf dem Backblech'. Ab in den Kartonofen und 'beep, beep', kurz (kaum) warten und probieren: 'Heiss! Hot' Pusten, probiern, wiederholen....


 Zu Halloween war Elliot dann ein Esel, das fand er gut, bis auf den Hut, den hat er nicht so richtig gern aufgehabt, am Anfang. Wir waren bei Emmett eingeladen, und sind als zwei Steckdosen (Johanna die amerikanische, ich die europaeische Version) mit unserm kleinen Esel dort hin und dann im Regen 'trick-or-treating' gegangen. Von Haus zu Haus, und Elliot lachte bei jedem Kuerbis laut auf, rief "pumpkin!' und rannte hin. Dann wusste er mit den ihm ausgehaendigten Suessigkeiten nicht so richtig was anzufangen, und ist statt dessen Richtung Haustuer ins Haus! Lustig wars.
 Pumpkins findet Elliot sowieso total gut. In Form von Suppe, Grimassen, ausgehoehlt, oder mit Kerze drin vorm Haus.

 Vor drei Wochen waren wir in New York City und haben uns dort mit Seppel getroffen! Der war dort mit seinen vier Bruedern zum Geburtstagfeiern des Aeltesten  und wir sind fuers Wochenende da mal eben hin. Luca habe ich auch gesehen und am Samstag sind wir wirklcih von oben bis unten den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen! Schliesslich haben wir dann im Central Park die Frisbee etwas hin und hergeworfen (Seppel kanns noch). Mit Luca haben wir dann am Sonntag das obligatorische Latino-Fruehstuck in Jersey City eingenommen, was auch immer wieder schoen ist! New York ist schon eine unglaubliche Stadt, das wird mir wieder jedes mal klar. Und insgesamt was das schon ein schoenes Wochenende!
     
Wir haben grad eine laengere Strecke der Krankheit hinter uns, Johanna hat schon laenger Schnupfen und Elliot hat eine Mittelohrentzuendung gleichzeitig mit einer Bronchitis gehabt. Das war nicht so toll. Aber da muss man durch und das sind wir jetzt wohl auch. Ich bin letztes Wochenende wohl mein letztes Crossrennen der Saison gefahren, 8. Platz ist nicht so schlecht, und insgesamt eine gute Saison. Bin (groesstenteils) heil geblieben, und es hat Spass gemacht, dann kann es ja jetzt in den Winter gehen, und entweder Skifahren, oder eben weiter Radfahren. Vorgestern war ich kurz fahren, mit einem Kollegen, und wir sind bei kalten Temperaturen aber sonnig los, und weiter oben in den Bergen lag dann schon Schnee, und der eiskalte Regen hat dann aus den Feldwegen einen riesen Schlamassel gemacht. Als ich voellig erfroren und dreckig dann wieder (bei Sonne und nicht zu kalten Temperaturen) durch den Ort nach Hause fuhr, kam ich mir schon etwas dumm vor.

Das war heute morgen. Mit Schneejacke an, und Muetze und so, alles da, hier warens schon locker 10 Grad unter Null ueber Nacht und auch jetzt sinds draussen noch minus 4C oder so, und die Mittagssonne knallt. Na. Was solls, wir wussten ja, dass es so kommen wuerde. In zwei Wochen ist hier Thanksgiving und es ist auch nicht so schlimm, dass es draussen winterlich kalt ist, wenn man drinnen dann gemuetlich im Warmen sitzen kann und Essen kocht. 
Und hier noch schnell ein kleines Video in dem Elliot und ich ein Fotobuch von Pia ankucken. Wie er auf die Geraeusche kommt, die Paul angeblich macht, weiss ich auch nicht. Viel Spass.



Gut, und dann fuer Stine noch schnell ein Bild vom 'Indian Summer' hier in Vermont. Nicht von mir. Aber trotzdem huebsch. Und wer kommen will, soll kommen. 





Sonntag, 10. November 2013

you name it..


Gerade gesehen auf der Heimfahrt am Barmbeker Bahnhof. Quasi als kleiner Nachtrag zum gestrigen Eintrag.
Früher am heutigen Tag gabs endlich mal wieder Æbleskiver bei Silke, Paul und Pia. Wegen Original-Rezept benötigen Sie mich und weil jemand ja die Dinger in der komischen Pfanne umdrehen muss. Das war schön und lecker. Und nach der fünften oder sechsten Runde wurden die Dinger auch ziemlich gut (und schmeckten wie die Tiefkühldinger vom Kopenhagener Kvickly, nur besser).

Schönen Start in die Woche!

Samstag, 9. November 2013

Trautes Heim..

Sooooooooooo, das wurd ja nu aber auch ma Zeit.
Aber wie das dann so ist, ist da noch sooo viel zu tun und zu erledigen und denn wollte man ja, aber geht nich und überhaupt, ohne internet ist man ja auch einfach aufgeschmissen.
ABER, das hat ja nu alles schön ein Ende.
Also, Hamburg is ja nu schon wieder vollends das Zuhause geworden, und es hat auch gar nicht weh getan.
Seit Anfang Oktober wohnen wir jetzt in der eigenen Butze, in der wir uns nu auch heimisch fühlen. Umzug bzw. Einzug gestaltete sich recht übersichtlich. Die paar Sachen, die wir aus Afrika und Amerika mitbrachten, brachten wir fast zu Fuß rüber. Tim holte mit Transporter, Thomas, Möhrchen und Stecki - ja auch die letzten beiden sind junge starke Herren und nich etwa seine Lieblingskuscheltiere - unsere eingelagerten Sachen aus Bordesholm und Kiel und mir blieb dann eigentlich nur noch der Part, im Möbelhaus des Vertrauens nötige Möbel zu ershoppen. Faire Arbeitsteilung, aber dennoch bedurfte es drei Besuchen, um alles, was man erstmal so braucht, zu besorgen.
Aber jetzt sind wir wie gesagt ganz zufrieden, auch wenn noch immer das ein oder andere fehlt.
Bei der Wohnung hatten wir mal wieder großes Glück und konnten Massenbesichtigungstermine und Schufa-Auskunftspflicht getrost vergessen, Vermieter Herrn Schröder interessierte eher, was wir bisher gemacht haben und ob wir die Kaution auch in bar bezahlen konnten. Konnten wir und damit war mit dem Vertragsunterzeichnungstermin freitags abends um halb elf alles in Sack und Tüten.
Jetzt freuen wir uns über ihre Vorzüge:

wohnzimmer schrägstrich esszimmer
esszimmer schrägstrich bibliothek - zugang zu balkon nummer 1




großzügiges bad - zugang zu balkon nummer 2 

 


ausblick von balkon nummer 2
viel mehr küche als das gibts dann auch nich - einziges manko
Die Mieter unter uns sind auch noch sehr nett und immer hilfsbereit, da fühlt man sich wirklich herzlich willkommen.
Das habe ich persönlich ja auch mit dem Herbst getan, also ihn willkommen geheißen. Mann, was hatte ich da Bock drauf, auf klatschnasses Nieselregenwetter, aufgewirbeltes Laub und sssssteife Brrrrisen.
War alles schon dabei. Aber eben auch und vor allem das hier, was ja fast noch mehr Freude macht.

Na, Vermont, und selber so, Thema Indian Summer?!

Bald mehr. Viele Grüße.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Everything is fine


Nun ist es schon wieder eine Weile her, aber unser Computer hier hat so seine Macken und da kommt es schon mal vor, dass der fuer etwa zwei Wochen einfach nicht mehr anspringt. Dann komme ich eben statt dessen dazu, die Lebensgeschichte von Tolstoy zu lesen. Elliot schleppte das Buch letztens auch ran, als ich ihn fragte, ob er nicht ein Buch lesen wolle, und sagte dann ununterbrochen "Tolstoy, Tolstoy!"
Der Junge redet in einer Tour im Moment. Alles von 'Pferd, farm, horse, bike, Mus, Apfel, pumpkin, Pumpe, ja bitte, dog, und so weiter und so weiter.
Auf einer unserer Touren zur Farm zum Gemueseabholen biss er in eine Chilischote und machte "Chhhchhh" und sagte 'scharf'- verstaenlicherweise. Letztens fragte ich ihn dann, wie denn das Schaaf machte, uhnd er sagte "Chhhcchh." Das sheep machte urspruenglich noch 'baaah', aber das ist alles austauschbar, im Moment. Es hat auch einen Moment gedauert, ehe wir die Zusammenhaenge erkannten.... Lustig, diese Sprachentwicklung.
Endlich haben wir es auch mal auf die Spitze vom Camel's Hump (dem dritthoechsten Berg hier in Vermont) geschafft. Mit Anthony, Jill und Amelia zusammen bestiegen wir die zugige Spitze, und der Ausblick war wirklich fantastisch.


In der vergangenen Woche hatten wir Deb und Steve aus Madison zu Besuch, und das war wie immer wunderschoen. Wir haben eine tolle, entspannte Zeit gehabt, mit Kaffee trinken, fruehstuecken gehen (hin und wieder) und Elliot hat von grampa einen restaurierten Schlitten geschenkt bekommen. Dann kann der Winter ja kommen. Naja. Bald.


Wir waren auf der Shelburne Farm, an einem unglaublich schoenen Herbsttag und haben die Tiere gestreichelt, angekuckt und u.a auch die Chicken parade erlebt. 'Huhn'.





Dann ging es einen Tag noch zum Lake Willoughby, im Northeast Kingdom, dem nordoestlichen Ende von Vermont (und wie es scheint, der Welt). Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Zwischenstop in Glover, VT gemacht, und das Museum und die Kunstwerkstaetten des 'bread&puppet' Kollektivs besucht. Eine riesen Scheune, mit einem Schild, auf dem steht "der letzte macht das Licht aus". Und so gings dann auch: unzaehlige dunkle Raeume voller Papppuppen, Masken, Poster, Bilder und so weiter und so weiter.


 

Die herbstlichen Farben sind auch dieses Jahr nicht enttaeuschend, und wer einen Besuch in Vermont schon immer geplant hatte, dem sei hier diese Zeit des Jahres (Ende September rum) nahegelegt! Vaddi, Silke, ihr wisst schon wer!
Als dann, bis bald. everything is fine.

Samstag, 21. September 2013

Cowbells and Mud!

Was fuer ein Wochenende. Es ist Herbst, wenn auch noch sehr schooner, warmer und sonniger Herbst. Wir hatten dieses vergangene Wochenende ein relative volles Haus: so kamen Jeff und Val aus Toronto, Kate (Don's Schwester) und Andrew mit Hund Dempsey und Luca und Dominique aus New York u Besuch. Luca waehlte die Option des Hostels in Montpelier, aber alle anderen schliefen bei uns, meist verteilt auf Elliot's (Gaeste)zimmer, Wohnzimmer Couch und unser Schlafzimmer. Gute Sache. Anlass war das jaehrliche Cyclocrossrennen am Samstag und Sonntag hier in Vermont, zu dem Don letztes Jahr kam, dieses Jahr es allerdings nicht schaffte.



So fuhren Jeff, Andrew, Kate und ich mit, Luca hat (aufgrund seines Schlafmangels der letzten Zeit) die Startzeit fuer sein Rennen schlichtweg an beiden Tagen verpasst. Das war ihm wohl auch recht so, und es war trotzdem allemal schoen, ihn endlich mal wieder zu sehen.
Wir sind also am Samstag morgen zum Catamount family Center nach Williston VT rausgefahren, und Jeff ist das morgendliche Category 4/5 Rennen mitgefahren. Eine eher matschige Angelegenheit, da es die drei Tage vorher doch hinundwieder stark geregnet hatte. Aber nur so macht das dann auch Spass. Kate fuhr im Damen 3/4 Rennen mit und Andrew und ich im Cat3 Rennen. 45 Minuten, ein Course, 5 Runden. Elliot fand die Esel so toll, dass er dann diesen Mittwoch mit Johanna zusammen direct nochmal mit wollte, zum woechenlichen Crosstrainingsrennen.

Hier sind ein Video, und dann noch ein paar Bilder.






Anschliessend gab es ein verspaetetes Mittagessen beim Mad Taco und Waitsfield und dann sind wir tatsaechlich noch mit allen die Lincoln Gap hochgefahren, (eine der steilsten und hoechsten Paesse in VT) und waren auf dem Long Trail auf dem Kamm entlang wandern. Zwar nur fuer etwas unter 2km, aber die Waden haben dennoch schoen gebrannt. Es hat sich dann aber wirklcih gelohnt, den die Sunset Ledge bietet einen wirklcih tollen Ausblick! Und wir kamen mit herauskommender Sonne fast puenktlich zum Sonnenuntergang an. Dort haben Johanna und ich dann Jeff und Val unser mit ziemlich genaueinem Jahr Verspaetung Hochzeitsgeschenk 'ueberreicht/mitgeteilt': Einen Ahornbaum im Nordberliner Hochzeitswald auf dem ehemaligen Grenzstreifen!! (Weiss auch nicht, wie wir auf diese Idee gekommen sind...)




Abends waren wir dann (wir hatten zwei Babysitter sowohl Freitag als auch Samstag fuer Elliot . abends) hier in Montpelier beim Positive Pie zum Essen. Auch wenn der Service normalerweise ncith der beste ist, hatten wir doch bsiher immer ganz gute Erfahrungen dort. An diesem Samstag wurde (ohne jedwede Ankuendigung) unser Abendessen nach etwa einer Stunde um 21.30h von eine Horde Teenager (60-70) vor der Tuer abgebrochen, die nur darauf warteten, dass die "Alten" Leute endlich mit ihrem bloeden Essen fertigwuerden, so dass sie ihre Rave-Party starten konnten. So sassen wir da also als letzte zu acht an dem Tisch, um uns rum wurde schon das Diskolicht und die Rauchmaschine ausprobiert und als wir 'endlich' gingen, formte sich fuer uns ein Gasse draussen, und die kiddos riefen "Keep walking! Keep walking!"Skuril!!Aber da fuehlt man sich auf einmal wirklich alt.
Am Sonntag dann nochmal das gleiche, bezueglich des Crossrennens, und dann machten sich alle wieder auf den Heimweg.
Rundum ein wunderschoenes Wochenende!
Oh dann gab's gestern noch den Park(ing) day hier in Montpelier!