Freitag, 24. August 2012

Der Beginn einer Aera

So. Nun ist das ja schon wieder ewig her, dass hier was geschrieben wurde, und es ist so einiges passiert in der Zwischenzeit.
Wir sind am Montag aus Deutschland wiedergekommen. Nach fast drei Wochen Urlaub in der Pfalz, und in Konstanz und Heidelberg sind wir nun wieder im Spaetsommerlichen Vermont zurureck. Ich kann nur sagen, dass es ein wunderschoener Urlaub war, in dem Elliot viele liebe (und fuer ihn neue) Menschen kennengelernt hat. Seine Freundschaft mit zB. seinem Opa ist glaub ich der Beginn einer Aera. Da kann man schon sehen, dass die beiden sich mit der Zeit besser und immer besser verstehen werden.
In der Pfalz waren dann ja noch Tante Stine, Silke, Pia und Paul, die Familie Beitz, und Elise sowie Hanne und Ib aus Daenemark zu Besuch. Es wurde dann mit allen Hellas und Ehrenfrieds Geburtstage gefeiert, und mit viel Sonne, Spaziergaengen, Bier, Kaffee und Laufen im Wald haetten wir uns diese Zeit fast nicht schoener ausmalen koennen.


Unsere Anreise verrlief etwas kompliziert, da Johanna und Elliot auf dem Rueckweg nicht direkt nach Boston fliegen wollten, sondern noch einen Dreitagesstop in Madison, WI zur Hochzeit ihrer Cousine einlegen wollten. Daher hatten wir dann auch auf dem Hinweg keinen gemeinsamen Flug. Die beiden sind von Boston nach NYC, haben dort ein paar Stunden Auffenthalt gehabt, und sind dann nach Frankfurt geflogen. Ich hingegen durfte sofort ueber den Ozean fliegen, bin dann aber puenktlich zum Sonnenuntergang um Mitternacht auf Island zwischengeladet. Das war eine tolle Nacht, koennt ihr euch vorstellen. Um 2h wirds dann auch schon wieder hell. Jedenfalls sind wir dann am naechsten Morgen innerhalb von zwei Stunden in Frankfurt ankommen und wurden von Opa in Empfang genommen. In der Pfalz angekommen erwartete uns auch Hella. Nun konnten wir endlich entspannen, und sagen, dass wir es nun erstmal geschafft haben.
Am Sonntag wurde Hellas Geburtstag in kleiner Runde gefeiert, und am Montag sind wir dann zu Pascal, Silke und dem dreimonate alten Noan nach Konstanz an den Bodensee gefahren. Dort gabs ein tolles Wiedersehen und viele kleine Spaziergaenge, die uns aus Versehen auch staendig in die Schweiz brachten, da die drei wirklich nur ein paar Schritte vom Grenzuebergang wohnen. Die Naechte waren nicht wirklich leicht, da wir doch noch alle vom Jetlag etwas betroffen waren, und Elliot dann gern mittne in der Nacht aufwachte, Hunger hatte und kein bisschen mehr ans Schlafen dachte. (Auch Pascals Tipp, schlichtweg "SCHLAFEN!" zu rufen wirkte nicht, komischerweise)


Am Dienstag Abend gings wieder in die Pfalz, und das mit dem Schlafen klappte schon wesentlich besser. Dann kamen die Familie Stegemann aus HH an, und es gab eine herzliche Begruessung. Auf den Moment hatten wir uns alle ja nun schon seit Monaten gefreut. Pia schloss gleich Freundschaft mit 'Baby Ellett' - und hat sich seit dem auch wunderbar um ihn gekuemmert (zB. ihm aufgeholfen - nachdem sie ihn moeglicherweise etwas umgekippt hatte, oder ihm den Schnuller wiedergegeben, nachdem dieser komischerweise abhanden gekommen war.... sehr suess!)
Dann hiess es wirklich nur noch entspannen und auf Tante Stine aus Afrika warten. Die kam dann auch irgendwann, und das alte Trio-Infernale war wieder mal komplett. Herrlich!
Dann kamen zum Geburtstag von Opa Ehrenfried am Samstag auch noch Beitzens, Hanne und Ib und Elise, die zur Zeiit eh in Bad Duerkheim auf Kur war. Ich kann wirklich nur schwer beschreiben, wie schoen es war, alle mal wiederzusehen, denn Johanna und ich haben die meisten seit unserer Hochzeitsfeier in Berlin 2008 nicht mehr gesehen.



Die Zeit insgesamt schien viel zu schnell zu vergehen, und ich kann hier ja eh nur einige Dinge listen, die wir unternommen und gemacht haben. Da war wohl erstmal das Kaffeetrinken, oder sollte ich sagen "Schoooeen Kaffee trinken!" Dann naklar auch "Schoooeen Biertrinken!", Pia und Elliot haben auf der Terasse gebadet, es gab Nudeln, Spaziergaenge im Wald, viele kleine Spaziergaenge um den Block, zum Einschlafen (Paul, da wir ja nun euren Buggy besitzen kann ich nur noch mal sagen, die Puempelidee auf dem Kopf zum Steuern klingt immer verlockender!), da war der Spielplatz, mit Frisbeewerfen mitn Beitz, Schaukeln, VikingerKupp, Grillen mit den Daenen, und so weiter und so weiter.... (wer gerne alle Bilder sehen will, schicke mir bitte einfach eine Email.)








Als sich die Zeit dann ein wenig dem Ende naeherte und wir uns mental auf den lange Rueckflug (Johanna und Elliot ja schon am 16.8.) einzustellen versuchten, wurde Johanna natuerlich direkt krank, und lag einen ganzen Tag lang im Bett. Ich folgte ihr dann die naechste Nacht und man kann sich in dem Moment ja wirklich nicht vorstellen, wie man es durch die naechsten 10 Minuten schaffen kann, geschweige denn, durch eine 17stuendige Reise ueber den Atlantik. . . Elliot ist dann aber tapfer gesund geblieben, und nachdem wir uns dann von Silke, Pia und Paul verabschiedet hatten, ist auch Stine abgereist gen Norden mit der Bahn und schliesslich auch Johanna und Elliot. Es war ein langer Trip, aber verlief doch weitestgehen ohne Probleme, und so konnte Elliot dann in Madison auch noch die andere Haelfte seiner Verwandten (u.a. Urgrosseltern) kennenlernen - und ihnen zeigen, wie man Karotten mit ganzem Koerpereinsatz isst, bzw. wie man anfaengt zu krabbeln (das hat er uebrigens gestern hier das erste Mal wirklich hingekriegt. Da sind wir stolz, und koennen es nicht erwarten, ihm nun ueberall hin zu verfolgen...).
Mein Rueckflug war dann - nach einem Eintagesbesuch in Heidelberg bei Flo mit Frisbeewerfen auf den Neckarwiese, Spaziergang ueber den Philosophenweg und durch die Altstadt, Yufka am Marktplatz, etc.) etwas laenger. Ich reiste am Sonntagabend um 22h aus Frankfurt ab, verbrachte die Nacht wieder im Flughafen in Rejkjavik, und dann ging es morgens um 10h (Ortszeit) weiter nach Boston. Hier kam ich nach 5 1/2 Stunden Flug um 12h mittags (Ortszeit) an und bin mit dem Bus raus aus der Stadt, um unser Auto abzuholen. Nun sollte ich nochmal 7 1/2 Stunden warten, bis Johanna und Elliot aus Chicago ankommen. Der reinste Verjuengungsprozess, mit all den Zeitverschiebungen... Also bin ich erstmal zum Strand (Atlantik, noerdlich von Boston) gefahren um mit den "Nachmittag" zu vertreiben. nach ein paar Stunden war dann klar, dass Johanna nicht ohne Verspaetung ankommen wuerden, und ich evtl nochmal zwei/drei Stunden laenger ausharren sollte. Das mach mal, am Strand, voellig fertig, und ohne wirkliches Ziel.... Stattdessen haben wir sie dann auf einen Flug nach Burlington Vermont umgebucht, und ich habe mich auf dem Heimweg gemacht. Das waren auch noch mal drei Stunden im Auto, und ich kam gegen 22h (VT Ortszeit) zuhause an. dann hab ich mich fuer etwa eine Stunde schlafen (SCHLAFEN!) gelegt und bin dann gegen Mitternacht wieder los, um die beiden aus Burlington (mit wiederum einer Stunde Verspaetung auf diesem Flug) abzuholen. . . Dann waren wir um 2h morgens zuhause, und die Reise war geschafft. Wie wir. Insgesamt gut 34 Stunden spaeter.
Soweit erstmal. Und jetzt: SCHLAFEN!

Sonntag, 22. Juli 2012

Das Ende einer Ära!


11 gute Jahre hatte ich mit den beiden. Sie haben mich weit gebracht und ich durfte viel mit ihnen erleben (ein Highlight auf jeden Fall die Bergwanderung mit ihnen im Harz und die abschätzigen Kopfschüttler und Kommentare der anderen Wanderer – „Wie kann man denn in Flipflops hier wandern gehen“  –, die natürlich bestens ausgestattet von Globetrotter oder sonstigen Wander-/Outdoorschnickschnackläden in ihren übertriebenen Funktionsboots den Aufstieg in Angriff nahmen).
Nunja, und nun haben wir hier seit 2 Wochen diese neue Mitbewohnerin, die wohl irgendwie unter ADHS leidet und sich am vergangenen Donnerstag also über meine zwei Lebensabschnittsgefährten hermachte (zu dumm aber auch, zumal ich eigentlich bereits in meine morgendliche Routine übernommen hatte, alles erdenklich Anknabberbare außer Hundereichweite zu bringen). Aber gut, aus Boshaftigkeit hat sie es wahrscheinlich nicht gemacht und ab jetzt wird eben erst recht alles weggeräumt.
Das hatte auch zur Folge, dass unser Wohnzimmer unter der Woche einer Isolationszelle gleicht, mit einer Isomatte, dem Tisch und zwei Stühlen. Armer Hund, nicht gerade eine gemütliche Umgebung, aber anders müssten wir uns wohl über kurz oder lang von allen Besitztümern auf eine solche Weise wie diese hier verabschieden.
Aber es gibt auch erfreuliche Momente. Und Fortschritte im Verhalten der Money-Penny.
Ich mag es ja unglaublich, nach Feierabend auf einen langen Spaziergang mit ihr zu gehen entlang der Promenade (mit Freilauftraining auf einem der Rugbyfelder. Das Hören auf den eigenen Namen klappt mal mehr, mal weniger. Manchmal kann ich rufen und rufen, aber herumliegender Müll oder noch besser Essensreste sind einfacher anziehender – Townshiphund eben) oder auf den Signal Hill.
Wir hatten in der letzten Woche sogar überraschend viel Sonne und laue Tage, was einem schon wieder einen Vorgeschmack auf den Frühling geben konnte (oder hoffentlich erstmal auf den Sommer in Deutschland…).
Morgenstimmung - noch etwas wacklig

Immer wieder schön, der Blick über die Waterfront

sogenannter Winter auf dem Signal Hill

den Bezirk fest im Blick

und schließlich Abendstimmung

Gestern abend waren wir bei Kollegin Ritzmann zum Essen. Es war noch ein anderer Freund dabei, der großes Interesse an Penny hatte. Heute morgen habe ich mich nochmal mit ihm und seinen zwei Hunden getroffen und die drei haben sich gleich sehr gut verstanden, so dass wir möglicherweise ein Zuhause für Penny gefunden haben. African Tails wurde jedenfalls gleich informiert und soll jetzt prüfen. Däumchen drücken!
Einen schönen Sonntag und drei Wochen noch!!!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Der Hitze harrend

Hier ist Hochsommer. Gestern abend hat es angefangen gewaltig zu gewittern und mitten in der Nacht war dann der Strom komplett weg fuer ein oder zwei Stunden. Gruselig dunkel ist das dann ja auf einmal...
Hier herrschen jeden Tag fast 30C und wir sind mit jedem kleinen Regenschauer sehr zufrienden.
Das schoene ist, dass man morgens aufwacht , und denkt es sei stark bewoelkt bzw. ein grauer Tag draussen, und dabei ist das nur ein sehr dicker Nebel der noch ueber Feldern und Bergen haengt. Der ist mir von letztem Jahr noch gut bekannt, als ich oefter mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Burlington gefahren bin, und sobald man seine ersten 20km hinter sich hatte und ins Tal rauskam zwischen den Bergen machte sich der strahlend blaue Himmel sichtbar. Sehr schoen, und verlaesslich. Da ich jetzt nicht mehr in Burlington arbeite, bzw dort mit dem Rad hinfahre morgens, habe ich diese Woche angefangen wieder laufen zu gehen -- mit Elliot im Buggy. Geht gut, gefaellt ihm wohl auch und die kuehle, frische Morgenluft und der Moment wenn der Nebel sich lichtet und man den blauen Himmel sieht sind genauso schoen wie letztes Jahr.

Sunset Ledge


Warren Falls Swimming Holes
Letzte Woche hatten wir Megan und Travis aus Minneapolis zu Besuch. Das war sehr schoen, und wir haben einiges unternommen: ein Hike oben vom Smuggler's Notch rauf zum Sterling Pond, eine Wanderung entlang eines Teils des Long Trails zur Sunnset Ledge und anschliessend im schnuckelige Warren Country Store Heady Topper eingeholt und ab zum Schwimmen in den Warren Falls (dieses Programm hatten wir ja schon mal getestet). Abends haben wir dann nadem Elliot eingeschlafen war ein Dominoset aufgestellt. hat lange gedauert - aber war dementsprechend spektakulaer, auch wenn wir zwei Anlaeufe brauchten.
Vorletzte Woche war ich mit Elliot vormittags wandern. Wir haben so einige ungekannte Wanderpfade in den Waeldern hinter Hubbard Park erkundet - und ich hab in pfadfinderischer Manier lieber immer kleine Marker (nein, keine Minischildkroeten...) an den Wegzweigungen hinterlassen. Das ist hier aber auch wirklich schlimmer als in Schweden. Da dreht man sich einmal um die eigene Achse und weiss nicht mehr aus welcher Richtung man gekommen ist.... Schoener kleiner Spaziergang allerdings.
Naechste Woche kommen Darja und Othello - diesmal hierher nach Vermont zu Besuch. Dann zeigen wir denen mal das komplette Gegenteil von New York City. Und wenn wir dann nach D kommen werden die beiden mit dem Auto durch New England fahren und die Gegend erkunden.
Elliot kann mittlerweile sehr solide Sitzen und spielt somit gern und viel mit allem was in (und ausser) Reichweite ist. Von ein paar 'Umfaellen' mal abgesehen geht das schon gut, und erleichtert das taegliche Hantieren ungemein.
Wir bereiten uns gedanklich und praktisch schon auf unseren anstehenden Deutschlandbesuch vor, und werden mit jedem Skypetelefonat aufgeregter. Nun sind es ja auch nur noch zwei Wochen - und wir koennen es wirklich nur noch schwer erwarten! Hier die Gesichter derer, die versuchen ihren Sohn zum in-die-Kamera-Kucken zu bringen.
In diesem Sinne nun wirklich: Bis bald!

Sonntag, 15. Juli 2012

Regenzeit!

Ziemlich eindeutig befinden wir uns in eben dieser. In den vergangenen 2 Wochen gab es vielleicht 2 Tage, an denen es nicht geregnet hat.
Aber wir wollen uns ja nicht beschweren, jedenfalls nicht nur, sondern können uns ja auch immer mal wieder freuen, wenn wir im hiesigen Winter trotzdem im T-shirt rumlaufen können.
Gestern war so ein Tag. 
Ich startete das Wochenende mit einem 6km-Lauf und der Laufgruppe (naja, Gruppe, wir waren zu zweit) durch die Waterfront. Mit von der Partie – immerhin – die Sonne. Die ging nämlich gerade auf (für den interessierten Leser oder die möchte-ich-genauer-wissen-Leserin: Sonnenaufgang 14.07.2012 Kapstadt 7.50 Uhr). Jaja, der frühe Vogel fängt hier anscheinend immer den Wurm. Gen Mittag gab es dann noch einen Spaziergang mit Tigges und Hund, bei dem ich mich nach und nach aus sämtlichen Jacken und ähnlichen Überwürfen schälte.
Nachdem es in der Nacht zuvor seeeehr windig gewesen war, war es jetzt seeeehr windstill und das Meer hatte einen Wellengang wie der Bordesholmer See in seinen besten Zeiten. Demnach war gestern sommerlicher Winter.


Heute hingegen ist dann winterlicher Winter.


Es regnet, mal Sprüh, mal Fäden, mal Stürze.
Und es ist kalt. Deshalb kleben wir an unserem Heizkörper. So ist es auszuhalten.
Es ist ja auch ganz gemütlich, so ein Sonntag zuhaus.


Ich plane schonmal mehr oder weniger meinen nahenden Deutschland-Aufenthalt.
Am 10. August komm ich in Frankfurt an, dann steht eine gute Woche in der Pfalz an. Ich freu mich riesig auf Vaddi, Hella, Per, Johanna, Elliot (noch unbekannterweise), Silke, Paul, Pia, Hanne, Ib, Elise und wer noch so alles kommt.
Ab dem 17. Oder 18. August will/werde ich dann im Norden sein. Eine Stippvisite in Bordesholm (Maren=30.Geburtstag!), dann ein paar Tage Berlin (20./21.) und schließlich einige Tage Hamburg (vom 22.). Am 24. August geht es dann von Hamburg zurück. Über Istanbul. Warum nicht.
Also zückt mal selbst schön eure Terminkalender (oder tippt auf eure Calender-App…).
Schönen Sonntag noch!

Samstag, 7. Juli 2012

Erstmal zu Penny

Jawoll, jetzt also Penny.

Nachdem Jack erfolgreich vermittelt wurde, waren wir erst ein wenig traurig, weil der kleine Racker doch irgendwie fehlte, und dann aber auch wieder heiter, ob der unproblematischen Lebensführung, die einem möglich war.
Tim war oft mit Kollege Mike unterwegs und hat Fußball gekuckt, hat den Deutschen dann ja aber auch nischt genützt.
Ich war wieder Teil der Laufgruppe, jetzt sogar offiziell, nachdem ich mich für das laufende Laufjahr anmeldete und meine Vereinstrikotnummer bekommen hab. Die Teilnahme an Saisonläufen ist mir allerdings noch nicht gelungen, da ich einen Schnupfen wohl verschleppte und mich nun mit einer dicken Erkältung mit ebenso dicker Nase und Hals rumplagen darf. Nunja, es ist eben auch Winter.
Der ist hier bisher noch auszuhalten, zwar gibt es auch regnerische Tage (und Nächte vor allem), aber die Sonnentage überwiegen. Und das kann man dann schon ganz gut aushalten. Mit der Heizung von Maike wird’s uns nun auch daheim immer mollig warm.
Den Job der Teamleiterin bekam ich schlußendlich doch nicht, was mich nun auch nicht zu sehr ärgert. Kollegin Ulrike ist es geworden und damit kann ich auch sehr gut leben. Verdient hat sie es, und sie weiß auch schon, wie der Hase läuft, war sie doch sowas wie Maikes inoffizielle Stellvertreterin. Der Autokauf hat sich somit auch erledigt. Einziger Wermutstropfen: die anderen Damen im Team scheinen damit nicht ganz so einverstanden zu sein und so ist die Stimmung manchmal wie im Hühnerstall (oder Kindergarten mit lächerlichen Auseinandersetzungen und Bemerkungen). Aber das bleibt wohl nicht aus, wenn mehrere Menschen zusammen arbeiten. Da weiß B besser, was A eigentlich zu tun hat.
Aber die Ritzmann und ich lassen uns davon den Spaß nicht verderben, heitern uns doch immer wieder lustige Nachfragen und unverständliche Kündigungsmails der Kunden auf.
Neulich grad erst: Sicherheitsfrage zur eindeutigen Identifizierung eines Kundenkontos in unserer Datenbank: Welches ist Ihre Lieblingsfarbe? Antwort (wer hätte das gedacht): Hund. Oder der Klassiker: Wie ist der Name Ihres Haustiers? Antwort: Hund (oder auch gern: Ehemann). Jaja, die Deutschen…
Ja, naja, apropos Hund also.
Mir gefiel die Zeit mit Jack sehr, und wir wollten in jedem Fall noch weiterhin Hunde fostern, allerdings mussten wir sicher sein können, dass der Hund alleine bleiben konnte (wenigstens die 6 Stunden zwischen meinem Verlassen der Wohnung zur Spätschicht und Tims Heimkehr nach der Arbeit) und auch ohne Gartenzugang nicht die ganze Wohnung unter „Wasser“ setzte. Und dann steht ja meine Deutschlandreise an, heißt, Tim wäre mit ihm allein, bzw. durch den Besuch von zwei Freunden in der Zeit, in der ich in Deutschland bin, auch noch mit anderen Dingen beschäftigt.
Als African Tails nun diese Woche fragte, ob wir uns Penny annehmen könnten, teilten wir unsere Bedenken mit, jedoch sagten sie, dass sie dies alles beherrschen würde.
Also wurde sie gestern nachmittag gebracht und nach ein paar anfänglichen Ängstlichkeiten hat sie sich recht gut eingelebt.
Sie ist manchmal recht wuschig und weiß nicht ob nach links oder rechts

Aber eigentlich macht sie sich ganz gut. Man sagte uns, sie sei sehr verschmust und braucht viel Körperkontakt, weswegen bei ihr unsere größte Aufgabe sein wird, dass sie nicht bei uns im Bett schläft, was sie wohl bei der Dame, bei der sie bisher war, getan hat.
Die erste Nacht haben wir recht gut überstanden, sie hat brav auf ihrer Decke geschlafen, nachdem noch ein wenig geknuddelt wurde.

Jetzt müssen wir mal sehen, wie es mit unseren anderen Ansprüchen klappt.
Ich halte auf dem Laufenden. Bis dahin ein schönes Wochenende euch allen!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Sunsets, Klunking and the 4th of July!

So nun ist schon wieder etwas Zeit vergangen, Elliot kann mittlerweile ziemlich gut sitzen (sich hinsetzen noch nicht ganz), der Sommer geht gut voran hier in Vermont, und mit naechtlichen Gewitterstuermen kommt das doch wirklich gut, so eine kleine Abkuehlung hin und wieder.
Johanna kam letztens nach Hause und fragte (zu Recht?): "Warum steckt das Kind in einem Kissenbezug?" Weiss nicht, aber wir hatten Spass beim Sitzenueben.


 Hier schnell noch ein kleiner Nachtrag zum Post ueber den alten Steinbruch. Wir waren vor kurzem nochmal dort, und ich habe ein paar Fotos gemacht.






Heute ist Independence Day, 4th of July, aber hier in Montpelier wurde die Parade und Feuerwerk schon gestern abgehalten. Dann hat man heute offenbar mehr Zeit zum Nichtstun. Passt mir gut.
Ich war tatsaechlich Teil der Parade, als Onion River Sports nehmen wir einen Teil ein, der mit Fahrraedern (und andern Kuriositaeten) herumfaehrt, Suessigkeiten und High-Fives and beistehende Kinder verteilen, (und Gin&Tonic aus Wasserflaschen trinken). Spassige Angelegenheit. Elliot fand die Dudelsackspieler allerdings zum Heulen. Verstaendlich irgendwie. Ich bin auf einem 1957 original englischen Raleigh Dreigang Rad gefahren und hab selber so einige High-Fives eingesammelt. Eigentlich haette ich dieses Rad hier fahren sollen, aber es war wohl besser so...



Hier ist Emmet, der Sohn von Gretchen - Elliots Babysitterin, und so gesehen besten (und einzige Freund von Elliot) beim Zukucken  aus dem Fenster des TPT. Er konnte es offenbar gar nicht erwarten, dass die Parade endlich vorbeikommt.

Am vergangenen Samstag war ich bei Dan's Eltern suedlich von hier auf dem Berg in Northfield eingeladen. Wir haben im Garten (was fuer ein Garten!!) gegrillt, und sind dann mit noch fuenf andern "Klunken" gegangen. Hier haben wir den Urspruenge des Mountainbikens gefeiert, als u.a. Gary Fisher in den Siebzigern in Californien einen alten Beachcruiser Rahmen nahm und ihn mit Mountainbike Reifen versehen hat, um dann einen alten unbenutzen Waldweg bergrunter zu brettern. Keine Gangschaltung, keine Bremsen mit Kabeln (unsere Regel war: "Fahr was du willst, Kabelzuege sind nicht erlaubt!") Da belibt nur die gute alte Ruecktrittbremse als einzige Option... Er erkannte damals schon, dass dies sehr bald sehr gross werden wuerde. Und Recht hat er - heute heisst es Mountainbiking, in allen Formen und Farben.
All time fave: 0:53min!
Wir hatten dann auch eine gute Zeit, viel Spass, Matsch, muede und zerkratzte Beine und insgesamt ein tolles Erlebnis. Hier noch ein paar mehr Bilder.
Mountain Bike Klunking Vermont

klunking mtb






Am vergangenen Sonntag waren Johanna und ich mit Elliot wandern. Nachdem ich am Vatertag mit Anthony ueber die steilste Strecke gepflasterter Strasse, der Lincoln Gap, gefahren bin, sind wir zu dritt dort am Sonntag mit den Auto hochgefahren und sind von dort einen Teil des Long Trails gewandert. Richtung Sueden zur Sunset Ledge. Ich hatte leider keine Kamera dabei, aber wir bekommen heute Besuch von Megan und Travis aus Minneapolis, und haben uns vorgenommen mit denen dort auch noch mal hinzufahren. Dann fuege ich hier noch ein paar Bilder ein. Ein Wahnsinnsausblick, soviel kann ich schon mal verrraten (wer haette das gedacht, bei 1000m Hoehe...). Hier ein Bild aus dem www. Wir waren nicht zum Sonnenuntergang dort, aber daher wohl der Name...

Anschliessend haben wir dann die Warren Falls aufgesucht, ein paar Wasserfaelle mit den fuer VT typischen 'swimming holes'. Da konnte ich dann auch nicht widerstehen und bin vom Felsen ins Wasser gesprungen. So beaengstigend wie eindrucksvoll und schoen!

So, genug dessen. Eine schoene Woche. Und bis soo ganz bald! Wir koennen es nicht erwarten!

Dienstag, 26. Juni 2012

Under African Skies - aus Vermont

"Joseph's face was black as night 
The pale yellow moon shone in his eyes 
His path was marked 
By the stars in the southern hemisphere 
And he walked his days 
Under African skies 
This is the story of how we begin to remember 
This is the powerful pulsing of love in the vein 
After the dream of falling and calling your name out 
These are the roots of rhythm 
And the roots of rhythm remain"



Wenn ich aufzaehlen muesste, was meine Top 3 Lieblingsalben aller Zeiten sind, wuerde ich mir wahrscheinlich lange den Kopf zerbrechen. -- Ueber zwei von ihnen. Das dritte ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Paul Simon's 'Graceland'. Ein Album, dass Johanna und mich quasi von Anfang an begleitet hat, und das wir heute noch hoch und runter hoeren.





Vor kurzem haben wir auf Hulu.com (mag sein, dass das in D nicht funktioniert) eine Dokumentation ueber dieses Album, das Paul Simon in 1976 zusammen mit zahlreichen afrikanischen Musikern aufgenommen hat, gekuckt - und ich kann eben diese Doku (Under African Skies) nur allen empfehlen. 25 Jahre nach der Veroeffentlichung von Graceland reist Paul Simon zurueck nach Afrika und spielt Revival Konzerte mit den selben Musikern. Hierbei wird er allerdings nicht nur bewundern, sondern erfaehrt auch harsche Kritik, da er 25 Jahre zuvor - zu Hochzeiten der Apartheit - den von der UN auf Sued Afrika verhaengten kulturellen Boykott ignoriert und trotzdem dieses Album aufnimmt. Hier ist ein Trailer zur Dokumentation.


Eines der schoensten Lieder auf dem Album ist wahrscheinlich 'That was your Mother' - ein Lied, zu dem Johanna und ich schon oft und gerne viel und laut mitgesungen haben. Heute macht das Lied komischerweise noch wesentlich mehr Spass. 
"A long time ago, yeah 
Before you was born dude 
When I was still single 
And life was great 
I held this job as a traveling salesman 
That kept me moving from state to state"

Gut, so viel hierzu. Wollte ich nur mal gesagt haben. Und ihr koennt ja mal eure Top 3 in den Kommentaren (muesste jetzt auch ohne anmelden etc. gehen) zum Besten geben. Ich fuege wahrscheinlich Godspeed You ! - Lift your skinny fists und Bright Eyes - I'm wide awake it's morning hinzu. Und Miles Davis - Kind of blue. (OH, unmoeglich! ... Wie anders man auf einmal durch die Plattensammlung blaettert auf der Suche nach den verdienten Kandidaten....) 
Einen schoenen Abend noch.